Wie viel Übersetzung braucht der Mountainbiker? Wie klein muss der Gang wirklich sein? Vor allem im Downhill- und Racebereich sahen sich die Mountainbiker zunehmend gezwungen, Rennradkassetten zu verbauen, die eine Abstufung von 11-23 bis 11-27 Zähnen boten. Leider wird aus dieser Lösung in manchen Fällen ein Problem: Einige leichte Naben (z.B.: Hope, Tune, DT Swiss) verwenden Alufreiläufe. Das spart einige Gramm und ist doch Auslöser des Problems - die Ritzel drücken sich, so sie nicht auf einem Spider montiert sind, in den Freilauf ein. Die normalen Mountainbikekassetten von Shimano, die einen Spider für die größten Ritzel, bei denen der Hebelarm am größten ist, verwenden, kennen diese Probleme nicht. Natürlich gibt es auch Rennradkassetten mit Spider, doch die sind (z.B.: Sram Red) nicht mehr bezahlbar.
Doch auch Shimano schläft nicht. 2009 gibt es nun erstmals eine Kassette, die einen Spider mit 11-28 Zähnen kombiniert. Die Kassette mit der internen Bezeichnung CS-HG80-9 entspringt der Saint/SLX/LX Gruppe und kostet um 40€. Hier werden die drei größten Ritzel von einem vierarmigen Aluspider getragen, die weiteren Ritzel greifen über drei Verzahnungsstellen in diesen Spider und verhindern so, dass sich einzelne Ritzel in den Freilauf drücken.
Ganz nebenbei wird hiermit auch noch ordentlich Gewicht gespart. Wer die serienmäßige Stahlschraube gegen einen Aluabschlussring von z.B. der XT (CS-M770) tauscht, erreicht ein Komplettgewicht von 222g für die Kassette. Das ist weniger, als bei einer Rennradkassette mit 11-27 Zähnen (ohne Spider) und bedeutet eine Gewichtsersparnis von 41g gegenüber einer XT Kassette mit 11-32 Zähnen. Nebenbei profitiert von dieser Änderung auch die Optik des Bikes, denn kleine Kassetten sehen einfach besser aus als Riesenritzel am Hinterrad. Das gleiche gilt übrigens auch für die Kettenblätter - kleiner ist schöner. Und wer an der Front kleine Kettenblätter fährt und am Heck eine kleine Kassette, der hat am Ende wieder die gleiche Übersetzung, spart aber an Kette, Kettenblättern und Ritzeln. Und fährt noch ein schöneres Bike. Das einzige Problem dabei: für die Montage eines 20 Zähne Kettenblatts müssen sowohl die Kettenblattschrauben, als auch die Kurbel (in fast allen Fällen) bearbeitet werden. Wer diesen Einsatz jedoch nicht scheut, kann alle oben genannten Vorteile mitnehmen.
Am Aufbauprojekt "Ironhorse 6PointD.D." wird die Kassette in Kombination mit einer Zweifachkurbel mit 36 und 22 Zähnen ihren Dienst tun. Für die normalen Mountainbiketouren wird diese Übersetzung vollkommen ausreichen, nur für Alpentrips wird eventuell eine 11-32er Kassette Verwendung finden.
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Montag, 30. März 2009
Montag, 9. März 2009
How To #2: Leichter schalten
Woran liegt es, dass Umwerfer in letzter Zeit eher schwerer, als leichter, geworden sind? Ein 2003er XT Umwerfer bringt gute 125g auf die Waage, mein neuer Shimano Hone Umwerfer von 2008 stemmte satte 172g. Technischer Fortschritt?Jein.
Der Vergleich ist natürlich nicht ganz fair, zeigt aber doch deutlich, wieso (außer optischen Gründen) am Umwerfer "was getan" werden musste. Der XT Umwerfer ist ein TopSwing Modell mit TopPull Anlenkung, während der Hone Umwerfer ein DownSwing Modell mit DualPull Anlenkung ist. Außerdem hat der Hone Umwerfer die deutlich breiter abgestützte Anlenkung, dürfte also steifer sein und folgerichtig besser arbeiten.
Da ich an meinem Bike jedoch nur die TopPull Option brauche, war dies auch gleich der erste Punkt, der angegangen wurde. Weg mit dem schweren technischen Fortschritt, der sich in der Vielfältigkeit der Anlenkung verbirgt. Mit Hilfe der Metallsäge geht es wunderbar schnell durch den langen Umlenkarm und schon sind gut 5g weg. Ein guter Einstieg.
Weiter geht es mit kosmetischen Gedanken. Mein neues Bike wird von Komponenten Seite her vor allem schwarze Teile haben, die Umlenkhebel sind jedoch silber und werden es vorerst auch bleiben. Der Umwerfer, der zwischen den Umlenkhebeln liegt, sollte sich also bestmöglich an diesen Spagat anpassen. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, die Ober- sowie die Unterseite abzuschleifen (spart nebenbei Gewicht). Neben den silbernen Leitblechen (die übrigens nicht ausgefräst werden konnten, auch wenn ich es noch so gerne getan hätte. Bombenhart das Material!) sind nun also auch die Ober- und Unterseite silber. Der Rest bleibt schwarz.
Um noch ein paar weitere Gramm zu gewinnen und die Optik noch weiter zu verbessern, habe ich dem Umwerfer außerdem eine ausgefeilte, geteilte Klemme verpasst. Schon bei meinen Shimano Schalthebeln habe ich mit einer einfachen Metallfeile eine deutlich schönere Klemmschelle erreicht und auch beim Umwerfer funktionierte es einwandfrei. Nur der Hone Schriftzug musste etwas unter der Tuningmaßnahme leiden.
Das Endergebnis kann sich in meinen Augen wirklich sehen lassen. Direkt am Rad montiert sieht der Umwerfer spitzenmäßig aus und fügt sich angenehm in die Farbgebung des Bikes ein.
Und die ausgefeilte Klemmschelle hat auch ihren Beitrag geleistet - insgesamt sind 8g vom Umwerfer verschwunden, ohne seine Funktion in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen. Bei Gelegenheit wede ich den Umwerfer sicherlich noch weiter bearbeiten - die 160g müssten gut erreichbar sein. Löcher wiegen ja bekanntlich nichts.
Vorher:
Kosten: 0€ - das ideale Tuning!
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Eurobike: Pimp-My-XTR --> Shimano Yumeya
Shimano Parts sind haltbar.
Shimano Parts sind ausgereift.
Shimano Parts sind innovativ.
Shimano Parts sind die Messlatte für alle.
Shimano Parts haben alle.
Genau dieser letzte Satz ist es, der der Anti-Shimano-Fraktion seit langem Auftrieb beschert. Im Gegensatz zu Microsoft, das eine ähnliche Stellung wie Shimano einnimmt, liefert Shimano tolle Qualität und eigentlich gibt es - wie oben klar wird - keinen Grund, keine Shimanokomponenten zu fahren. Seit dem Sram sich jedoch mit großem Erfolg daran macht, Shimanos Position anzugreifen, muss man sich in Japan neues einfallen lassen. Über Truvativ und Avid greift Sram auf allen Sektoren nach den Sternen der Tester und das mit Mitteln, auf die Shimano bislang keine genügenden Antworten geben konnte. Sram Teile sind ungemein stylish [v.a. die neuen XO-Versionen, siehe Interbike-Artikel] und versprühen eine technische Hochwertigkeit, die bei den Shimanopendants oft nicht wahrgenommen werden kann, weil die Teile einfach an jedem Bike zu finden sind.
Doch das soll sich in Kürze ändern.
Irgendwann in den nächsten Wochen werden die ersten Kisten mit Teilen der Shimano Pimp-XTR-Gruppe Yumeya die Shops erreichen und sich sicherlich schnell verbreiten. Yumeya ist japanisch und bedeutet Traumwerkstatt und die angebotenen Produkte basieren auf der aktuellen XTR-Gruppe, verleihen dieser jedoch durch einen exklusiven weiß-carbon-gold Mix einen ganz neuen Eindruck. Nebenbei werden die preislich sicherlich nicht günstig angesiedelten Parts auch noch das Gewicht der Komponenten senken.


Angeboten werden ein Carbon-Schaltwerkskäfig, stylishe Ausgleichsbehälterdeckelchen (ironischer weiße perfekt passend zum Paris-Hilton-Edition XO Schaltwerk), ebenso schöne Schalthebelklemmen, Titanschrauben und Zugaußenhüllen, weiße Bremsleitungen, eine neue Kette mit hohlen Bolzen, wunderschöne Einstellschrauben für die Zugspannung, weiße Schaltröllchen, eine goldene linke Kurbelschraube sowie eine Titanerweiterung (spart 15g und ersetzt die 15 und 17 Zähneritzel) für die XTR Kassette.
Somit wird ab 2009 kein Shimano-Fan mehr die Schmach der Gewöhnlichkeit hinnehmen müssen, sondern kann dem Stylebattle mit der Sram-Konkurrenz gelassen entgegenblicken - Shimano wird individuell (was in Anbetracht der Verbreitung ein Paradoxon ist)
Additional Information:
Shimano Yumeya Homepage
IBC Vorstellung
Shimano Parts sind ausgereift.
Shimano Parts sind innovativ.
Shimano Parts sind die Messlatte für alle.
Shimano Parts haben alle.
Genau dieser letzte Satz ist es, der der Anti-Shimano-Fraktion seit langem Auftrieb beschert. Im Gegensatz zu Microsoft, das eine ähnliche Stellung wie Shimano einnimmt, liefert Shimano tolle Qualität und eigentlich gibt es - wie oben klar wird - keinen Grund, keine Shimanokomponenten zu fahren. Seit dem Sram sich jedoch mit großem Erfolg daran macht, Shimanos Position anzugreifen, muss man sich in Japan neues einfallen lassen. Über Truvativ und Avid greift Sram auf allen Sektoren nach den Sternen der Tester und das mit Mitteln, auf die Shimano bislang keine genügenden Antworten geben konnte. Sram Teile sind ungemein stylish [v.a. die neuen XO-Versionen, siehe Interbike-Artikel] und versprühen eine technische Hochwertigkeit, die bei den Shimanopendants oft nicht wahrgenommen werden kann, weil die Teile einfach an jedem Bike zu finden sind.
Doch das soll sich in Kürze ändern.
Irgendwann in den nächsten Wochen werden die ersten Kisten mit Teilen der Shimano Pimp-XTR-Gruppe Yumeya die Shops erreichen und sich sicherlich schnell verbreiten. Yumeya ist japanisch und bedeutet Traumwerkstatt und die angebotenen Produkte basieren auf der aktuellen XTR-Gruppe, verleihen dieser jedoch durch einen exklusiven weiß-carbon-gold Mix einen ganz neuen Eindruck. Nebenbei werden die preislich sicherlich nicht günstig angesiedelten Parts auch noch das Gewicht der Komponenten senken.

Angeboten werden ein Carbon-Schaltwerkskäfig, stylishe Ausgleichsbehälterdeckelchen (ironischer weiße perfekt passend zum Paris-Hilton-Edition XO Schaltwerk), ebenso schöne Schalthebelklemmen, Titanschrauben und Zugaußenhüllen, weiße Bremsleitungen, eine neue Kette mit hohlen Bolzen, wunderschöne Einstellschrauben für die Zugspannung, weiße Schaltröllchen, eine goldene linke Kurbelschraube sowie eine Titanerweiterung (spart 15g und ersetzt die 15 und 17 Zähneritzel) für die XTR Kassette.
Somit wird ab 2009 kein Shimano-Fan mehr die Schmach der Gewöhnlichkeit hinnehmen müssen, sondern kann dem Stylebattle mit der Sram-Konkurrenz gelassen entgegenblicken - Shimano wird individuell (was in Anbetracht der Verbreitung ein Paradoxon ist)Tobi
____________________________________________________________________Additional Information:
Shimano Yumeya Homepage
IBC Vorstellung
Mittwoch, 24. September 2008
Shimano Saint Demo Ride (Teil 2)
Nach einigen Tagen der Blog-Abstinenz komme ich endlich mal wieder dazu, etwas zu den weiteren Shimano Saint Komponenten zu schreiben, die wir in Bad Wildbad ausprobieren konnten.
Der neue Schalthebel kommt mit Rapid Fire + , er lässt sich also wie gewöhnliche Shimano Rapid Fire Hebel, aber auch ähnlich wie Srams Trigger Schalthebel mit dem Daumen bedienen. Das erfreut sehr und wurde gleich fleißig genutzt! Im Unterschied zu den XT oder XTR Schalthebeln sind die Schaltpaddel kurz gehalten, was nicht nur den Vorteil mit sich bringt, dass man mit den Fingern nicht mehr daran stoßen kann, sondern auch den Nachteil, dass man kaum dran kommt, wenn man schalten möchte! Diesen Spagat schaffen (für meine Hände!) Sram X9 oder X0 (die sind sogar noch einstellbar) Trigger besser...
Außerdem muss gesagt werden, dass die schöne Optik beim Bedienen der Hebel schnell vergessen ist - das Schaltgefühl erinnert schwer an Deore oder Maximal LX Niveau, als arbeitete billiges Plastik im Inneren.
Fazit: Gut gedacht, nicht ganz so gut gemacht! Haptik und Ergonomie sind verbesserungsfähig, während die Optik überzeugt.
Das Schaltwerk ist die eigentliche Revolution der Gruppe: Im Vergleich zum Vorgänger nicht mehr auf der Achse montiert und satte 100g leichter glänzt es mit einigen Features:
Dank Shadow-Technologie hängt es geschützt unter der Kettenstrebe in Schwarz-Gold wirkt es Edel. Die Schaltperformance stimmt, zumal sich der Schwenkbereich an Rennrad oder MTB Kassetten anpassen lässt, so dass die Kettenumschließung bei jedem Ritzelpaket optimal gewährleistet ist. Außerdem ist es endlich mit einem schön straffen, ultra kurzen Käfig erhältlich und durch breite Bauweise stabil gebaut.
Fazit: Sehr schönes Teil, dem Racer leider immernoch etwas zu schwer, dafür Stabil, geschützt, sauber spannend und haltbar.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die 11-28 Zähne Kassette (hinter dem Schaltwerk auf dem Bild zu sehen^^), die mit einem Alu-Spider daher kommt und einen optimalen Kompromiss zwischen Rennrad und Mtb Zahnkranz ermöglicht und obendrein den Alu-Freilaufkörper leichter Naben schont!
Danke Shimano!
Der neue Schalthebel kommt mit Rapid Fire + , er lässt sich also wie gewöhnliche Shimano Rapid Fire Hebel, aber auch ähnlich wie Srams Trigger Schalthebel mit dem Daumen bedienen. Das erfreut sehr und wurde gleich fleißig genutzt! Im Unterschied zu den XT oder XTR Schalthebeln sind die Schaltpaddel kurz gehalten, was nicht nur den Vorteil mit sich bringt, dass man mit den Fingern nicht mehr daran stoßen kann, sondern auch den Nachteil, dass man kaum dran kommt, wenn man schalten möchte! Diesen Spagat schaffen (für meine Hände!) Sram X9 oder X0 (die sind sogar noch einstellbar) Trigger besser...
Außerdem muss gesagt werden, dass die schöne Optik beim Bedienen der Hebel schnell vergessen ist - das Schaltgefühl erinnert schwer an Deore oder Maximal LX Niveau, als arbeitete billiges Plastik im Inneren.Fazit: Gut gedacht, nicht ganz so gut gemacht! Haptik und Ergonomie sind verbesserungsfähig, während die Optik überzeugt.
Das Schaltwerk ist die eigentliche Revolution der Gruppe: Im Vergleich zum Vorgänger nicht mehr auf der Achse montiert und satte 100g leichter glänzt es mit einigen Features:Dank Shadow-Technologie hängt es geschützt unter der Kettenstrebe in Schwarz-Gold wirkt es Edel. Die Schaltperformance stimmt, zumal sich der Schwenkbereich an Rennrad oder MTB Kassetten anpassen lässt, so dass die Kettenumschließung bei jedem Ritzelpaket optimal gewährleistet ist. Außerdem ist es endlich mit einem schön straffen, ultra kurzen Käfig erhältlich und durch breite Bauweise stabil gebaut.
Fazit: Sehr schönes Teil, dem Racer leider immernoch etwas zu schwer, dafür Stabil, geschützt, sauber spannend und haltbar.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die 11-28 Zähne Kassette (hinter dem Schaltwerk auf dem Bild zu sehen^^), die mit einem Alu-Spider daher kommt und einen optimalen Kompromiss zwischen Rennrad und Mtb Zahnkranz ermöglicht und obendrein den Alu-Freilaufkörper leichter Naben schont!
Danke Shimano!
Montag, 15. September 2008
Shimano Saint Demo Ride (Teil 1)
Es ist sehr erfreulich, dass nach Nicolai auch andere Hersteller, beziehungsweise Vertriebe, auf die Idee kommen, dem Kunden die Entscheidung hunderte, beziehungsweise tausende von Euro für Komponenten oder Fahrräder auszugeben, zu erleichtern:
Vergangenes Wochenende war es so weit: Die Find your Flow - Ride Saint - Tour startete auf ihren Weg durch vier Bikeparks in Deutschland und Österreich. Erster Stop war Bad Wildbad. Mit Unterstützung von Marin, Rotwild und (Lapierre) wurden dem Bikeparkbesucher etwa 12 Testbikes zur Auswahl gestellt, ausgestattet mit Shimanos brandneuer Saint-Reihe. Die restlichen Komponenten kamen größtenteils auch aus dem Hause Paul Lange, so fanden sich vereinzelt RST-Gabeln und fast überall Michelin Reifen.
Wir entschieden uns für einen Kraftstoff-Downhiller mit 888 RC3 und ein Rotwild RED Two mit 888 SL ATA und stürzten uns bei frischen 5°C die anspruchsvollen Bad Wildbader DH-Strecken hinab.
Am meisten waren wir auf die neuen Bremsen gespannt: Von Team-Fahrern hatten wir schon viel gutes darüber gehört, doch ist die Objektivität von Team-Fahrern ja nicht immer gewährleistet und wir freuten uns darauf, uns selbst ein Urteil bilden zu können.
Der Bremshebel liegt gut in der Hand, es lassen sich die Griffweite und der Druckpunkt per schönem, goldenen Drehknopf beziehunsweise fummeliger, kleiner Kreuzschlitzschraube verstellen, dass hätte man eventuell auch schöner lösen können. Die Demontage des Griffes ist leider nicht übermäßig einfach, da die Schelle einteilig gehalten ist. Der Bremsgriff scheint im Übrigen, bis auf die Farbgebung, mit dem XT-Modell identisch zu sein, bewährtes wird also beibehalten.
Vergangenes Wochenende war es so weit: Die Find your Flow - Ride Saint - Tour startete auf ihren Weg durch vier Bikeparks in Deutschland und Österreich. Erster Stop war Bad Wildbad. Mit Unterstützung von Marin, Rotwild und (Lapierre) wurden dem Bikeparkbesucher etwa 12 Testbikes zur Auswahl gestellt, ausgestattet mit Shimanos brandneuer Saint-Reihe. Die restlichen Komponenten kamen größtenteils auch aus dem Hause Paul Lange, so fanden sich vereinzelt RST-Gabeln und fast überall Michelin Reifen.
Wir entschieden uns für einen Kraftstoff-Downhiller mit 888 RC3 und ein Rotwild RED Two mit 888 SL ATA und stürzten uns bei frischen 5°C die anspruchsvollen Bad Wildbader DH-Strecken hinab.
Am meisten waren wir auf die neuen Bremsen gespannt: Von Team-Fahrern hatten wir schon viel gutes darüber gehört, doch ist die Objektivität von Team-Fahrern ja nicht immer gewährleistet und wir freuten uns darauf, uns selbst ein Urteil bilden zu können.
Der Bremshebel liegt gut in der Hand, es lassen sich die Griffweite und der Druckpunkt per schönem, goldenen Drehknopf beziehunsweise fummeliger, kleiner Kreuzschlitzschraube verstellen, dass hätte man eventuell auch schöner lösen können. Die Demontage des Griffes ist leider nicht übermäßig einfach, da die Schelle einteilig gehalten ist. Der Bremsgriff scheint im Übrigen, bis auf die Farbgebung, mit dem XT-Modell identisch zu sein, bewährtes wird also beibehalten.

Wirklich neu ist dagegen der 4-Kolben Bremssattel der mittels Postmount-Befestigung am Rahmen angeschraubt wird. Optisch wirkt er nicht zu fett, sondern schön kompakt und robust, doch am meisten überzeugen die inneren Werte, beziehungsweise die Leistung:
Bremskraft steht immer ausreichend zur Verfügung und ist über den Hebel auch noch sehr gut zu dosieren. Der Druckpunkt ist schön hart und definiert, das einzige, was der Bremse zu schaffen macht, ist die Kälte, die alle Dichtungen etwas erstarren lässt, was dazu führte, dass das Hebelgefühl nicht sehr geschmeidig war und die Kolben sich beim Lösen des Bremshebels sich nicht verzögerungsfrei wieder von der Scheibe lösten. Wir hoffen, dass das bei höheren Temperaturen, beziehungsweise längerer Einfahrzeit nicht mehr der Fall ist, doch es war das einzige Manko an der sonst überzeugenden Bremse. Die verwendete Scheibengröße waren 203 respektive 180mm am Hinterrad. Es stehen Bremsscheiben mit und ohne Aluspider für IS2000 6-Loch und Oversized Centerlock zur Verfügung.
Bremskraft steht immer ausreichend zur Verfügung und ist über den Hebel auch noch sehr gut zu dosieren. Der Druckpunkt ist schön hart und definiert, das einzige, was der Bremse zu schaffen macht, ist die Kälte, die alle Dichtungen etwas erstarren lässt, was dazu führte, dass das Hebelgefühl nicht sehr geschmeidig war und die Kolben sich beim Lösen des Bremshebels sich nicht verzögerungsfrei wieder von der Scheibe lösten. Wir hoffen, dass das bei höheren Temperaturen, beziehungsweise längerer Einfahrzeit nicht mehr der Fall ist, doch es war das einzige Manko an der sonst überzeugenden Bremse. Die verwendete Scheibengröße waren 203 respektive 180mm am Hinterrad. Es stehen Bremsscheiben mit und ohne Aluspider für IS2000 6-Loch und Oversized Centerlock zur Verfügung.
Infos zu den neuen Saint Schaltkomponenten folgen in Kürze!Nus
____________________________________________________________________Additional Information:
Saint Vorstellung beim SeaOtter Classic 2008
Saint Vorstellung auf der Eurobike 2008 [Video]
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