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Sonntag, 4. Oktober 2009

Teile, Teile, Teile #14: Truvativ Noir World Cup Carbon Riserbar

Lange Zeit bin ich wirklich skeptisch gegenüber Carbonlenkern gewesen doch bin ich auf der anderen Seite auch stets dazu bereit gewesen, über diesen Schatten zu springen und das bestehende Vorurteil als falsch zu entlarven.

Vor einigen Wochen bereits erreichte mich ein großes Paket der Firma Syntace und der Inhalt hat sich als feiner, leichter Carbonlenker herausgestellt. Dieses Produkt hat meine Meinung nachhaltig geändert, doch parallel zum Syntace Vector Carbon bin ich in den letzten Wochen den Truvativ Noir World Cup Lenker gefahren.

Auf meinem XC-Hardtail hat dieser Lenker zeigen dürfen, was er kann und ich bin nicht enttäuscht worden.

Schicke, edel wirkende Grafiken schmücken den Lenker und der nicht mehr gewebeartige Look macht Carbon Lenker ungemein attraktiv. Während ich mit den alten Carbonstrukturen im Vollformat nie sonderlich viel anfangen konnte, wirkt das Carbon bei diesem Lenker sehr hochwertig und durch die dicke Klarlackierung (die im Bereich der Klemmfläche angeraut ist, um mehr Halt zu bieten) ergibt sich eine optische Tiefe des Werkstücks, die objektiv als sehr schön bezeichnet werden darf.

Die Montage des Lenkers ist genau so einfach wie bei jedem anderen Lenker auch und auch von den technischen Daten her ist dieser Lenker ein alter bekannter:

Breite: 640mm
Backsweep:
Upsweep:
Rise: 15mm
Klemmung: 31.8mm

Eine Ausnahme bildet da nur das Gewicht - mit 164g ist der Lenker zwar noch lange nicht am Limit aber bietet ansprechenden Leichtbau bei offensichtlich genügenden Reserven. Allerdings liegt das von mir gewogene Modell damit satte 13% über der Werksangabe von 145g.

Wie dem auch sei - das Testurtail der MountainBike zu diesem Lenker lautete "Überragend" und auch ich bin mit dem Modell rundum zufrieden. Obwohl er letzten Endes zu schmal für mich ist, hat er doch immer zu einer guten Fahrt beigetragen. Und somit ist der Lenker durchaus empfehlenswert, zumal die UVP von 141€ überall im Internet deutlich unterboten wird. Dieser Lenker ist also das richtige Modell für MountainbikerInnen, die zu einem vergleichsweise hohen Preis auch viel Qualität und Style erwarten. Leichtere Lenker gibt es viele auf dem Markt, doch muss man sich beim Noir World Cup Riser Bar immerhin keine Gedanken um die Haltbarkeit machen.

Freitag, 27. März 2009

Taipei Cycle Show - Sram, Avid und Truvativ

Kaum ein Konzern entwickelt sich in den letzten Jahren so schnell, wie der Sram Konzern. Nach den Zukäufen von Rock Shox, Avid und Truvativ ist Sram (ehemals Sachs) zu einem echten Globalplayer geworden. Bis auf Rahmen, Steuersatz, Griffe, Sattel und Laufradtechnik kann ein Mountainbiker alle Komponenten im Sram Konzernregal besorgen. Teamfahrer sollte man sein ;)

In Taipei standen nun der Rolle entsprechend wieder vielle Neuigkeiten und geliftete Modelle.

Den Anfang macht Avid mit einem kleinen aber feinen Detail. Sram geht auf den Hauptgegner Shimano zu und adaptiert dessen Centerlock Standard auf seine Bremsscheiben. Mit Sicherheit werden nach wie vor die normalen Standardscheiben erhältlich sein, doch ist der Centerlockstandard eine echte Verbesserung. Die Scheiben sind schneller montiert und es können sich keine Schrauben lockern. Nebenbei ist der Centerlockstandard auch leichter, als die entsprechende IS 6-Loch Montage.

Ebenso gibt es bei Truvativ einige interessante Veränderungen. Passend zur neuen Eloxalserie der XO Gruppe gibt es nun die Noir Kurbeln in den Eloxalfarben grün, mango, rot, gold und rosa. Zu kaufen gibt es die Stylegetunten Parts ab April dieses Jahres.

Gewichtstechnisch unterscheiden sich die farbigen Parts nicht von ihren Serienkollegen.

Dann gibt es auch eine weitere Neuigkeit von Truvativ, die bereits zur Eurobike präsentiert worden war, ist der Holzfeller Direct Mount Vorbau für die Rock Shox Boxxer.

Dieser Vorbau wird direkt an der Gabelkrone angeschraubt und wird in den drei Farben erhältlich sein, in denen auch die neue Boxxer gekauft werden kann.

Muttermarke Sram bringt neben den Highendprodutken auch eine verbesserte X7 Gruppe für 2010. Trigger und Schaltwerk wurden gründlich überarbeitet, ohne optisch und technisch eine Revolution darzustellen. Vielmehr gibt es nun leichtere Zugwechsel und bessere Funktion zu einem weiterhin fairen Preis.

Gefunden auf velovert.com, von dort sind auch alle Bilder entliehen.

Dienstag, 10. März 2009

Teile, Teile, Teile #10: Truvativ Holzfeller Riser Bar 2009

Truvativs Holzfeller Serie ist Srams Highend Downhill und Freeride Angebot. Die Teile haben sich in einigen Rennen bei einigen Fahrern bewehrt und auch für Amateure sind die vergleichsweise günstigen (oder eher fair kalkulierten) Teile jeden Cent wert.

Optisch ist die 2009er Serie an einem überarbeiteten Look erkennbar. So durchliefen alle Komponenten der Serie eine kleine Überarbeitung, manche jedoch auch eine grundlegende. Neben dem Bashguard [Vorstellung] wurde auch der Lenker komplett überarbeitet und wird von nun an in drei Versionen erhältlich sein. Den Einstieg in die Holzfeller Serie stellt der Holzfeller Riser Bar, wer es etwas leichter und exklusiver will wählt den Holzfeller World Cup Lenker. Für die ganz breiten Fahrer gibt es dann (Lieferbar ab ca. April/Mai) den Boobar.

In diesem Beitrag dreht sich jedoch alles um den Holzfeller Lenker. Der beliebte Allrounder kommt 2009 in "blast black anodized" oder "snow white" und trägt jeweils ein rot leuchtendes Karomuster um den Namen. Mit 279g (30mm Rise) liegt der Lenker absolut im Rahmen - das konifizierte 7050 TV Aluminium ist sorgfältig über die Breite von 700mm verteilt worden. Der große Klemmdurchmesser von 31,8mm erhöht die Steifigkeit und tatsächlich fährt sich der Lenker angenehm steif und direkt. Selbst bei starken Antritten fällt die garantiert existierende Verwindung nicht negativ auf. Mit 5° Biegung nach oben und 9° Biegung nach hinten geht Truvativ keine Risiken ein - der Lenker fällt hier weder besonders positiv, noch besonders negativ auf. Er liegt einfach gut in der Hand und leitet die Lenkbefehle direkt weiter. Sonst noch Wünsche?

Die Fertigungsqualität ist sehr gut, alle Logos sind sauber und hochwertig - ebenso wie die Eloxierung des schwarzen Testmodells. Ein etwas längerer Einsatz wird zeigen, wie haltbar die Eloxierung wirklich ist und, ob sie, wie etwa bei Race Face Teilen zuweilen, ausbleicht oder sich verfärbt.

Kaufen kann man den Holzfeller Riser Bar (ebenso wie alle anderen Truvativlenker) bei den meisten Online-Stores. Laut der Truvativ Homepage gibt es den reinen Holzfeller Riser nicht mehr, sondern nur noch das World Cup Modell, welches sich jedoch bis auf die Farbe nicht unterscheidet. Den Worldcup gibt es in schwarz oder grau (Wolfram, ähnlich den Sunline Lenkern) und wie den Riser in 20, 30, 40 oder 50mm Rise. Hier findet garantiert jeder Fahrer seine ideale Höhe. Tendenziell gilt: flachere Lenker für Downhill, Race und Touren. Lenker mit mehr Rise für Dirt und Street sowie Freeride. Und wer bei den Onlinestores schaut, der findet auch nach wie vor den rein weißen oder schwarzen Holzfeller Riser Bar Modelljahr 2009.

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Additional Information:
Truvativ Homepage
Truvativ Tech Sheed PDF

Dienstag, 3. März 2009

Teile, Teile, Teile #6: Truvativ Holzfeller Bashguard 2009

Um im Jahr 2009 wieder vorne mitmischen zu können, hat Truvativ praktisch seine komplette Palette überarbeitet. Passend zur Einführung des Highlights der Marke - der Hammerschmidt Getriebekurbel - wurden so praktisch alle Truvativ Parts nicht nur optisch, sondern auch technisch überarbeitet.

Besonders Zeit wurde das für den deutlich in die Jahre gekommenen Bashguard. Nach wie vor gibt es den Bashguard für 32, 36 oder 40 Zähne. Neuerdings gibt es ihn jedoch nicht nur in schwarz, sondern auch in weiß und in einer Version, die wie ein weißer Porzellanteller mit feinen Decals verziert wurde - sehr cool. Passt nur leider an sehr wenige Bikes.

Nun ist er also da, der neue Bashguard. Mit 159g (Bild am Ende des Posts) sicherlich kein Leichtgewicht und das, obwohl auf der Rückseite eine deutliche Einkerbung vorhanden ist. Zum Vergleich: e13's neuer Bashguard für 36 Zähne bringt schlanke 86g auf die Waage, dass ist schon eine andere Kategorie. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten ist der Truvativ jedoch auf Grund von nicht vorhandenen kleinen Zwischen räumen deutlich leichter zu reinigen und dürfte einiges wegstecken können. Um die Haltbarkeit zu erhöhen und konstante Klemmkräfte zu generieren ist darüber hinaus in jedem Montageloch eine Stahlhülse eingelassen, so dass Metall auf Metall klemmt. Out of the box wirkt die Verarbeitung recht gut, alle Teile passen sauber zusammen und die Angussstellen sind recht sauber entgratet. Wie bei fast allen Plastik-Bashguards gelingt es aber auch diesem Truvativ nicht, eine wirklich einheitliche Oberfläche ohne kleine, optische Nähte zu haben. Hier sieht man, dass das Produkt gegossen wird.

Etwas problematisch: selbst an der Aufnahme hat der Bashguard die volle Dicke von gut 8mm, wodurch "normale" 15mm Kettenblattschrauben kaum reichen. Besser wären 20mm Schrauben, doch bei mir geht es relativ knapp. So wird im Falle eines Falles wohl die Kettenblattschraube abbrechen, was deutlich weniger schlimm ist, als wenn der Spider der Kurbel nachgibt.

Auch 2009 bleibt der Truvativ Bashguard sich treu. Relativ schwer und sehr massiv wirkt er vertrauenserweckend und wird bestimmt nicht so schnell klein bei geben. Andererseits ist fraglich, ob im Enduroeinsatz - wo er sich bei mir beweisen werden muss - so viel Schutz notwendig ist!? Eventuell werde ich einen Carbon-Selfmade-Bashguard anfertigen. Eine weitere Option wäre ein selbst gebauter Carbonboomerang für die Kettenführung, an dem auch ein Taco im Stil von e13 montiert werden kann.

Vorerst bleibt jedoch der Truvativ Bashguard. In einigen Wochen wird ein Testbericht folgen, wenn die ersten Bodenkontakte überstanden und vielleicht auch die Entwicklung weiter fortgeschritten ist.