Montag, 6. Juli 2009
Rejekt - Garett Bühler
Die Kranked-Crew gibt sich größte Mühe, den geneigten Mountainbiker scharf auf ihren neuen Film "Rejekt" zu machen - in diesem Fall mit nicht verwerteten Aufnahmen von Garett Bühler. Trotzdem schon durchaus sehenswert...
Donnerstag, 2. Juli 2009
Worldl Cup #5 Maribor - das beste Racing aller Zeiten?
Der World Cup im slowenischen Maribor hatte es in sich. Auf der technisch schweren Strecke wäre es ohnehin schon spannend geworden, doch der extrem starke Regen am Samstag wirkte wie das Saltz in der Suppe und machte alles in allem zu einer richtig spannenden Veranstaltung.
Die ausführlichen Rennberichte habe ich für mtb-news.de geschrieben: 4x Race - DH Race
Dort finden sich auch die einzelnen Läufe aus 4x und DH.
Am Ende standen Joost Wichman, der mit viel Glück überhaupt über die Runden kam und Fabien Barel ganz oben auf den Treppchen. Fabien Barel? In Pietermaritzburg hatte sich der schnelle Franzose am Knie verletzt und feierte auf dieser schweren Strecke ein sensationelles Comeback. Auf Platz zwei kamen in ihren jeweiligen Paradedisziplinen Sam Hill und Jared Graves ins Ziel. Graves baut damit seine Gesamtführung weiter aus und Sam Hill macht wichtige Punkte auf die beiden Santa Cruz Syndicate Fahrer Greg Minnaar (neuer Gesamtführender nach Platz 3) und Steve Peat (Plattfuß, 36.) gut. Um 0,72s musste sich Sam Hill dem rasenden Franzosen mit der passenden Startnummer 69 geschlagen geben, was angesichts eines massiven Crashs vor der Qualifikation eine sehr beachtliche Leistung ist. Zugedröhnt mit Schmerzmitteln wurde er auf einer seiner Lieblingsstrecken erst 5., dann 2. Eine beachtliche Leistung.
Manch einer sagt, dass Bilder mehr sagen als 1000 Worte. Für all jene, die dem zustimmen würden, gibt es nun tonnenweise bewegte Bilder. Vorhang auf:
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Und wie mittlerweile üblich gibt es auch eine Reihe Herstellervideos zu sehen, viel Spaß:
Specialized
Yeti
Santa Cruz
Trek
x-Fusion Intense Ride SFO
Die ausführlichen Rennberichte habe ich für mtb-news.de geschrieben: 4x Race - DH Race
Dort finden sich auch die einzelnen Läufe aus 4x und DH.
Am Ende standen Joost Wichman, der mit viel Glück überhaupt über die Runden kam und Fabien Barel ganz oben auf den Treppchen. Fabien Barel? In Pietermaritzburg hatte sich der schnelle Franzose am Knie verletzt und feierte auf dieser schweren Strecke ein sensationelles Comeback. Auf Platz zwei kamen in ihren jeweiligen Paradedisziplinen Sam Hill und Jared Graves ins Ziel. Graves baut damit seine Gesamtführung weiter aus und Sam Hill macht wichtige Punkte auf die beiden Santa Cruz Syndicate Fahrer Greg Minnaar (neuer Gesamtführender nach Platz 3) und Steve Peat (Plattfuß, 36.) gut. Um 0,72s musste sich Sam Hill dem rasenden Franzosen mit der passenden Startnummer 69 geschlagen geben, was angesichts eines massiven Crashs vor der Qualifikation eine sehr beachtliche Leistung ist. Zugedröhnt mit Schmerzmitteln wurde er auf einer seiner Lieblingsstrecken erst 5., dann 2. Eine beachtliche Leistung.
Manch einer sagt, dass Bilder mehr sagen als 1000 Worte. Für all jene, die dem zustimmen würden, gibt es nun tonnenweise bewegte Bilder. Vorhang auf:
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Und wie mittlerweile üblich gibt es auch eine Reihe Herstellervideos zu sehen, viel Spaß:
Specialized
Yeti
Santa Cruz
Santa Cruz Syndicate - Maribor 6/21/2009. Minnaar regains the leaders jersey! from santa cruz bikes on Vimeo.
Trek
x-Fusion Intense Ride SFO
Roadtrippin' with X-Fusion #8: Maribor World Cup from allout productions on Vimeo.
UCI World Cup Termine 2010 - das Aus für La Bresse!
Man gewöhnt sich ja an alles. Bei Scott habe ich erfahren, dass man mittlerweile an der 2012er Produktlinie arbeitet. Muss man sich denn an alles gewöhnen? Einen gewissen Vorlauf brauchen die Hersteller und Produzenten mit Sicherheit, doch ist die Bikesaison 2009 noch nicht mal auf ihrem Höhepunkt angekommen und schon zwei Monate vor der Eurobike präsentieren alle Hersteller ihre Neuheiten. "Da bin ich doch noch lange mit Fahren beschäftigt und will mir keinen Kopf um nervige Neuheiten machen, die mich und mein Bike schon wieder so alt aussehen lassen", mag sich mancher Biker denken - zu Recht.
Etwas näher an der Wirklichkeit befindet sich der UCI mit seinem 2010er Fahrplan. Wer seinen Urlaub nach den World Cup Rennen legen will, für den kam die Ankündigung vor einigen Wochen genau richtig, denn mittlerweile planen auch schon Privathaushalte ihren Urlaub ein gutes Jahr im Voraus.
Und so sieht er aus, der Terminkalender des UCI für die Downhill und 4x Veranstaltungen:
UCI XCO/4X World Cup Round 2/1 01-02.05.2010 Houffalize (BEL)
UCI DHI/4X World Cup Round 1/2 15-16.05.2010 Maribor (SLO)
UCI DHI/4X World Cup Round 2/3 05-06.06.2010 Fort William (GBR)
UCI DHI/4X World Cup Round 3/4 19-20.06.2010 Schladming (AUT)
XCO/DHI/4X National Championships 17-18.07.2010 (WE 29)
UCI XCO/DHI World Cup Round 4 24-25.07.2010 Champéry (SUI)
UCI XCO/DHI/4X World Cup Round 5 31.07-01.08.2010 Val di Sole (ITA)
UCI XCO/DHI/4X World Cup Round 6 28-29.08.2010 Windham (USA)
UCI XCO/DHI/4X WORLD CHAMPIONSHIPS 31.08-05.09.2010 Mt-Ste-Anne (CAN)
Und, nachgezählt? Trauriger Weise wird es 2010 nur noch jeweils sechs Stationen geben, das heißt die aktuelle Downhillsaison stünde schon direkt vor ihrem Finale. Es wäre schon gewesen, die große Vielfalt im aktuellen Kalender zu erhalten. Und noch einige weitere Details fallen auf:
Der Wahnsinnsdownhill von Champéry ist erfreulicher Weise wieder mit ins Programm aufgenommen worden. Für alle, die sich nicht erinnern: Im Jahr 2007 wurde hier bereits ein World Cup Rennen ausgetragen und die Strecke war mit Abstand die schwerste, die es jemals gegeben hat. Selbst Top Fahrer wie Steve Peat sind im Training kaum ohne Sturz die Strecke runter gekommen und auch im Training erging es ihnen nicht besser. Einzige Ausnahme: Sam Hill. Bekanntermaßen donnert der sympathische Australier mit Vorliebe steile Rinnen und enge Kurven ohne Auffangvorrichtungen hinab und untermalte dies mit satten 14 Sekunden Vorsprung in der Qualifikation. Als dann im Rennen nach der Hälfte der Läufe der Himmel seine Schleusen öffnete und die Strecke stellenweise in einen Schlammbach verwandelte, wurde das komplette Klassement auf den Kopf gestellt. Mit einer Ausnahme - Sam Hill. Trotz Sturz konnte er im Nassen auf Platz drei nach vorne fahren und war definitiv der beste Fahrer auf dieser Strecke. Wir dürfen gespannt sein, was es im nächsten Jahr am hoffentlich selben Hang zu sehen gibt. 2011 werden übrigens die Weltmeisterschaften in Champéry ausgetragen werden - die Strecke dürfte Sam Hill deutlich besser liegen, als die in Canberra, wo es dieses Jahr hingeht.
Eine weitere Veränderung zum Vorjahr betrifft die Strecke in Pietermaritzburg. Das Gastspiel in Afrika wird 2010 nicht mehr stattfinden, da wohl die Kosten zu groß waren. Andererseits war die Strecke in meinen Augen auch einfach zu langweilig, vor allem im 4x.
Wieder im Kalender ist hingegen Val di Sole, was bedeutet, dass es neben Champery auch hier technisch hochwertig zur Sache gehen wird.
Was ich jedoch wirklich vermisse, ist der World Cup in La Bresse, Frankreich. Auf der von Philippe Derbier gebauten Strecke fühlten sich sowohl Rennfahrer, als auch Zuschauer wohl und das Ergebnis war so knapp wie schon lange nicht mehr. Darüber hinaus war die Zielankunft schön am Ortsrand gelegen und die Kameras konnten 90% der Strecke einfangen. Viel wichtiger jedoch: mit 15000 Zuschauern war La Bresse ein echtes Massenevent, in Andorra beispielsweise waren deutlich weniger Leute am Streckenrand zu sehen. Eines Problem: das hilft alles nichts - nächstes Jahr werden wir nicht Live und direkt aus La Bresse berichten können. Wäre ja aber auch zu schön gewesen ;)
Etwas näher an der Wirklichkeit befindet sich der UCI mit seinem 2010er Fahrplan. Wer seinen Urlaub nach den World Cup Rennen legen will, für den kam die Ankündigung vor einigen Wochen genau richtig, denn mittlerweile planen auch schon Privathaushalte ihren Urlaub ein gutes Jahr im Voraus.
Und so sieht er aus, der Terminkalender des UCI für die Downhill und 4x Veranstaltungen:
UCI XCO/4X World Cup Round 2/1 01-02.05.2010 Houffalize (BEL)
UCI DHI/4X World Cup Round 1/2 15-16.05.2010 Maribor (SLO)
UCI DHI/4X World Cup Round 2/3 05-06.06.2010 Fort William (GBR)
UCI DHI/4X World Cup Round 3/4 19-20.06.2010 Schladming (AUT)
XCO/DHI/4X National Championships 17-18.07.2010 (WE 29)
UCI XCO/DHI World Cup Round 4 24-25.07.2010 Champéry (SUI)
UCI XCO/DHI/4X World Cup Round 5 31.07-01.08.2010 Val di Sole (ITA)
UCI XCO/DHI/4X World Cup Round 6 28-29.08.2010 Windham (USA)
UCI XCO/DHI/4X WORLD CHAMPIONSHIPS 31.08-05.09.2010 Mt-Ste-Anne (CAN)
Und, nachgezählt? Trauriger Weise wird es 2010 nur noch jeweils sechs Stationen geben, das heißt die aktuelle Downhillsaison stünde schon direkt vor ihrem Finale. Es wäre schon gewesen, die große Vielfalt im aktuellen Kalender zu erhalten. Und noch einige weitere Details fallen auf:
Der Wahnsinnsdownhill von Champéry ist erfreulicher Weise wieder mit ins Programm aufgenommen worden. Für alle, die sich nicht erinnern: Im Jahr 2007 wurde hier bereits ein World Cup Rennen ausgetragen und die Strecke war mit Abstand die schwerste, die es jemals gegeben hat. Selbst Top Fahrer wie Steve Peat sind im Training kaum ohne Sturz die Strecke runter gekommen und auch im Training erging es ihnen nicht besser. Einzige Ausnahme: Sam Hill. Bekanntermaßen donnert der sympathische Australier mit Vorliebe steile Rinnen und enge Kurven ohne Auffangvorrichtungen hinab und untermalte dies mit satten 14 Sekunden Vorsprung in der Qualifikation. Als dann im Rennen nach der Hälfte der Läufe der Himmel seine Schleusen öffnete und die Strecke stellenweise in einen Schlammbach verwandelte, wurde das komplette Klassement auf den Kopf gestellt. Mit einer Ausnahme - Sam Hill. Trotz Sturz konnte er im Nassen auf Platz drei nach vorne fahren und war definitiv der beste Fahrer auf dieser Strecke. Wir dürfen gespannt sein, was es im nächsten Jahr am hoffentlich selben Hang zu sehen gibt. 2011 werden übrigens die Weltmeisterschaften in Champéry ausgetragen werden - die Strecke dürfte Sam Hill deutlich besser liegen, als die in Canberra, wo es dieses Jahr hingeht.
Eine weitere Veränderung zum Vorjahr betrifft die Strecke in Pietermaritzburg. Das Gastspiel in Afrika wird 2010 nicht mehr stattfinden, da wohl die Kosten zu groß waren. Andererseits war die Strecke in meinen Augen auch einfach zu langweilig, vor allem im 4x.
Wieder im Kalender ist hingegen Val di Sole, was bedeutet, dass es neben Champery auch hier technisch hochwertig zur Sache gehen wird.
Was ich jedoch wirklich vermisse, ist der World Cup in La Bresse, Frankreich. Auf der von Philippe Derbier gebauten Strecke fühlten sich sowohl Rennfahrer, als auch Zuschauer wohl und das Ergebnis war so knapp wie schon lange nicht mehr. Darüber hinaus war die Zielankunft schön am Ortsrand gelegen und die Kameras konnten 90% der Strecke einfangen. Viel wichtiger jedoch: mit 15000 Zuschauern war La Bresse ein echtes Massenevent, in Andorra beispielsweise waren deutlich weniger Leute am Streckenrand zu sehen. Eines Problem: das hilft alles nichts - nächstes Jahr werden wir nicht Live und direkt aus La Bresse berichten können. Wäre ja aber auch zu schön gewesen ;)
Mittwoch, 1. Juli 2009
Yeti 303 RDH
Warum gibt es dieses Bike? Das ist die Frage, die nicht nur mir bei der Vorstellung des Yeti 303RDH durch den Kopf geschossen sein dürfte. Mit dem Bike schienen die Amerikaner sich selbst untreu zu werden: Statt zweier Gleitschienen wie beim 303 verfügt die RDH Version nur noch über eine Schiene, die eigentliche Federung, die Radhebungskurve, wird durch einen konventionellen Drehpunkt bestimmt.

Was also ist da los? Hat Yeti still und leise erkennen müssen, dass das futuristische Schienensystem einem schlichten Kugellager unterlegen ist? Ein Marketing-Gag, der unauffällig behoben werden soll?
Wir haben bei Yeti direkt nachgefragt und bekamen eine andere, überzeugendere Antwort:
Das Yeti 303RDH ersetzt das 303 nicht, es ergänzt es - und zwar sinnvoll: Während das 303 der alles bügelnde, dafür aber recht schwere Downhiller ist, der außerdem durch seinen von der Federung entkoppelten Antrieb punktet, wurde das RDH für Strecken konzipiert, auf denen ein leichteres Fahrrad von Vorteil ist - denn der Rahmen ist über ein Kilo leichter, als sein großer Bruder mit zwei Schienen. Sein Drehpunkt liegt relativ weit oben und sorgt für saubere Performance, allerdings nicht ganz ohne Antriebseinflüsse.

An dieser Stelle ist die Frage erlaubt: Warum dann überhaupt noch eine Schiene? Laut Yeti ist sie schlicht und einfach der beste Weg, die Dämpferkennlinie und dessen Einstellbarkeit zu realisieren, was durchaus Sinn macht - eine Veränderung der Progression ist bei diesem System wirklich effektiv machbar. Und die Frage nach der Wartung der Gleitflächen? Kein Problem, die Dichtung soll auf dem Niveau von Federgabel und Dämpfer-Dichtungen liegen, einziger Feind: Wasser, insbesondere unter Druck. Doch auch gegen diesen Erzfeind des Gleitens und den engsten Verbündeten der Korrosion hat man ein Mittel gefunden: Die integrierten Abschmiernippel ermöglichen es, die Gleitbuchsen mit Fett vollzupressen, sodass sämtliches Wasser nach außen verdrängt wird - abwischen und fertig :)
Das RDH hat also doch seine Daseinsberechtigung: Nämlich immer dann, wenn es keine 230mm Federweg braucht und man auf Mehrgewicht nur allzu gern verzichtet - trotzdem profitiert man von einer besseren Verstellbarkeit des Dämpfers (Wenn dieser verstellt wird ist die Änderung über den gesamten Federweg wirksam) und des Hinterbaus. Ich persönlich bin gespannt ob auch andere Hersteller ihre Hinterbauten in Zukunft gleiten lassen - interessant wäre es!
Montag, 29. Juni 2009
Besserwisser
Das Wort Avocado stammt aus dem Aztekischen und bedeutet "Hoden". Nur für den Smalltalk mit Besserwissern...
Mittwoch, 24. Juni 2009
Scott USA - Bikes aus der Zukunft!
Manchmal geht alles ganz schnell und schon steckt man irgendwo mittendrin. Mal ist's gut, mal ist's schlecht, doch in meinem Fall ist es eine geniale Chance einerseits etwas tolles kennen zu lernen und andererseits tolle Leute kennen zu lernen, was eigentlich noch wichtiger ist.
Worum es geht? Morgen gehts früh los ins schöne Fribourg, Schweiz, wo Scott seine 2010er Modellpalette vorstellt. Nach Vorstellung und Workshop geht es dann direkt mit den neuen Bikes auf Tour in die Berge - hoffen wir, dass das angekündigte Gewitter einen kleinen Bogen um die Bikes aus der Zukunft machen wird...
Den kompletten Überblick und Bericht gibts natürlich auf mtb-news.de, ein paar Highlights kommen aber vielleicht auch hier auf den Blog, je nach dem, was mich in der Schweiz so erwartet.
In diesem Sinne zurück in die Zukunft, auch ohne Hammerschmidt!
Worum es geht? Morgen gehts früh los ins schöne Fribourg, Schweiz, wo Scott seine 2010er Modellpalette vorstellt. Nach Vorstellung und Workshop geht es dann direkt mit den neuen Bikes auf Tour in die Berge - hoffen wir, dass das angekündigte Gewitter einen kleinen Bogen um die Bikes aus der Zukunft machen wird...
Den kompletten Überblick und Bericht gibts natürlich auf mtb-news.de, ein paar Highlights kommen aber vielleicht auch hier auf den Blog, je nach dem, was mich in der Schweiz so erwartet.
In diesem Sinne zurück in die Zukunft, auch ohne Hammerschmidt!
Samstag, 20. Juni 2009
News aus Maribor - DH Qualifikation auf Sonntag verschoben!
Erinnern wir uns an Champéry im Jahre 2007. Mitten im Finale beginnt es zu regnen und der mit riesigem Abstand (14 Sekunden) schnellste der Qualifikation - Sam Hill - startet als letzter auf einer Strecke, die sich förmlich aufzulösen scheint. Die Hälfte der Fahrer konnte im trockenen starten und er darf als letzter der zweiten Hälfte ins Rennen gehen. Mit unglaublicher Technik fährt der Australier, der die steilsten und rutschigsten Kurse gerade spannend genug findet und auf ihnen kaum zu schlagen zu sein scheint, durch die tiefen Rinnen, die sich auf der Strecke bilden. Am Ende wird er mit minimalem Rückstand und nach Sturz dritter hinter zwei Fahrern, die im trockenen gestartet waren. Was ich damit sagen will? In Maribor gerade genau solch eine Konstellation verhindert worden. Wie bereits gestern in den Wettervorhersagen angekündigt ist das Wetter richtig schlecht geworden, es "schüttet wie aus Kübeln", wie ein IBC Mitglied soeben mitgeteilt hat.

Aus diesem Grund ist das eigentlich für 13 Uhr angesetzte Qualifying auf morgen früh, 9:30 Uhr verlegt worden. Die Finalläufe bleiben unverändert um 13:15 für die Damen und 14 Uhr für die Herren. So kann verhindert werden, dass irgendjemand in der Qualifikation auf Grund des Wetters einen bessern Startplatz erhält und vor allem, dass innerhalb der Qualifikation die Verhältnisse konstant sind.
Ungeachtet dieser Regenfälle wird das 4x Finale wie angekündigt heute ab 16:45 Uhr stattfinden und direkt auf Freecaster übertragen. Auch hier werden Erinnerungen wach: Das World Cup Finale des letzten Jahres fand in Schladming statt und Guido Tschugg, der dieses Jahr nicht mal im Ansatz an seine Erfolge aus dem letzten Jahr anknüpfen kann, kämpfe gegen Raffael Alvarez um den World Cup Gesamtsieg. Das ganze passierte im strömenden Regen und die Strecke glich stellenweise einem Matschparcours der Bundeswehr. Am Ende blieb Guido mit einem tollen zweiten Platz trotzdem im Regen stehen und wir sind im Hier und Jetzt gespannt, wie es wohl heute ausgehen wird. Bei diesen Bedingungen kommt es noch mehr als sonst auf einen tollen Start an, denn wer den meisten Saft in den Beinen hat, kann auch vom tiefer werdenden Matsch nicht gestoppt werden. Andererseits ist das Rennen auch im weiteren Verlauf spannender als sonst, da kaum einer vor Ausrutschern und anderen matschbedingten Problemen gefeit ist. So bleibt also das 4x Rennen wie sonst auch - hoffentlich spannend von Anfang bis Ende.
Gestern hatte es 32°C, heute noch 15. Was gestern passierte sehr ihr in diesem Video von Dirt TV:
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Aus diesem Grund ist das eigentlich für 13 Uhr angesetzte Qualifying auf morgen früh, 9:30 Uhr verlegt worden. Die Finalläufe bleiben unverändert um 13:15 für die Damen und 14 Uhr für die Herren. So kann verhindert werden, dass irgendjemand in der Qualifikation auf Grund des Wetters einen bessern Startplatz erhält und vor allem, dass innerhalb der Qualifikation die Verhältnisse konstant sind.
Ungeachtet dieser Regenfälle wird das 4x Finale wie angekündigt heute ab 16:45 Uhr stattfinden und direkt auf Freecaster übertragen. Auch hier werden Erinnerungen wach: Das World Cup Finale des letzten Jahres fand in Schladming statt und Guido Tschugg, der dieses Jahr nicht mal im Ansatz an seine Erfolge aus dem letzten Jahr anknüpfen kann, kämpfe gegen Raffael Alvarez um den World Cup Gesamtsieg. Das ganze passierte im strömenden Regen und die Strecke glich stellenweise einem Matschparcours der Bundeswehr. Am Ende blieb Guido mit einem tollen zweiten Platz trotzdem im Regen stehen und wir sind im Hier und Jetzt gespannt, wie es wohl heute ausgehen wird. Bei diesen Bedingungen kommt es noch mehr als sonst auf einen tollen Start an, denn wer den meisten Saft in den Beinen hat, kann auch vom tiefer werdenden Matsch nicht gestoppt werden. Andererseits ist das Rennen auch im weiteren Verlauf spannender als sonst, da kaum einer vor Ausrutschern und anderen matschbedingten Problemen gefeit ist. So bleibt also das 4x Rennen wie sonst auch - hoffentlich spannend von Anfang bis Ende.
Gestern hatte es 32°C, heute noch 15. Was gestern passierte sehr ihr in diesem Video von Dirt TV:
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DH und 4x World Cup #5 - Maribor
An diesem Wochenende ist es wieder so weit - der World Cup Zirkus macht im slowenischen Maribor halt und wird auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke für viel Action sorgen.
Heute um 16:45 Uhr steht das 4x Finale live auf Freecaster an, wer sich das entgehen lässt, ist selbst schuld. Jared Graves war erneut der schnellste Mann auf der Strecke und im Downhill geht es um 13 Uhr um die letzte Startzeit am morgigen Sonntag. Das komplette Qualifikationsergebnis vom 4x findet ihr hier als pdf: LINK
Im gezeiteten Training der Herren war Steve Smith aus Kanada der schnellste Fahrer, Steve Peat fuhr die viert schnellste Zeit und Sam Hill lieferte den zehntschnellsten Run der Session. Wer davon jedoch auf das Qualifying schließen will, der sollte sich in Acht nehmen - keiner der Top Fahrer lässt es hier wirklich krachen und die Zeiten werden sicherlich noch deutlich die drei Minuten Marke knacken, falls nicht das angekündigte schlechte Wetter den World Cup zu einer echten Rutschpartie machen sollte. Erfreulich aus deutscher Sicht: Markus Klausmann auf Platz 47 und direkt dahinter Benny Strasser auf Platz 52. Bleibt jedoch erneut anzumerken, dass bei weitem nicht alle Fahrer einen gezeiteten Run gefahren sind.
Wie sieht die Strecke, auf der zuletzt Sam Hill gewonnen hat, dieses Jahr aus? Die Antwort liefert Rob Warner mit seinem Course Walk, viel Spaß:
Um die lange Zeit bis zum Start zu überbrücken gibt es hier ein nettes Interview mit dem frisch gebackenen DH-Europameister Nick Beer, der sich momentan in bester Verfassung zeigt und munter vorne im World Cup mitfährt. Dabei ist er so munter, dass sogar die US-Medien sich seinen Namen merken können. Woran das wohl liegt?
Einen kleinen Überblick über die Race Action von gestern liefert das MTBCUT.tv Video, viel Spaß:
Heute um 16:45 Uhr steht das 4x Finale live auf Freecaster an, wer sich das entgehen lässt, ist selbst schuld. Jared Graves war erneut der schnellste Mann auf der Strecke und im Downhill geht es um 13 Uhr um die letzte Startzeit am morgigen Sonntag. Das komplette Qualifikationsergebnis vom 4x findet ihr hier als pdf: LINK
Im gezeiteten Training der Herren war Steve Smith aus Kanada der schnellste Fahrer, Steve Peat fuhr die viert schnellste Zeit und Sam Hill lieferte den zehntschnellsten Run der Session. Wer davon jedoch auf das Qualifying schließen will, der sollte sich in Acht nehmen - keiner der Top Fahrer lässt es hier wirklich krachen und die Zeiten werden sicherlich noch deutlich die drei Minuten Marke knacken, falls nicht das angekündigte schlechte Wetter den World Cup zu einer echten Rutschpartie machen sollte. Erfreulich aus deutscher Sicht: Markus Klausmann auf Platz 47 und direkt dahinter Benny Strasser auf Platz 52. Bleibt jedoch erneut anzumerken, dass bei weitem nicht alle Fahrer einen gezeiteten Run gefahren sind.
Wie sieht die Strecke, auf der zuletzt Sam Hill gewonnen hat, dieses Jahr aus? Die Antwort liefert Rob Warner mit seinem Course Walk, viel Spaß:
Um die lange Zeit bis zum Start zu überbrücken gibt es hier ein nettes Interview mit dem frisch gebackenen DH-Europameister Nick Beer, der sich momentan in bester Verfassung zeigt und munter vorne im World Cup mitfährt. Dabei ist er so munter, dass sogar die US-Medien sich seinen Namen merken können. Woran das wohl liegt?
Einen kleinen Überblick über die Race Action von gestern liefert das MTBCUT.tv Video, viel Spaß:
Freitag, 19. Juni 2009
X-Fusion in Ft. William und Willingen
Schönes Video inklusive The Departed Soundtrack...
Roadtrippin with X-Fusion #7: Ft. William & Willingen from allout productions on Vimeo.
Donnerstag, 18. Juni 2009
Ehrlich isst am längsten!
In was für einer Welt leben wir eigentlich?
Gestern waren John Hase und Ich, Steve Anus, auf Mountainbiketour. Soweit nichts ungewöhnliches. Als wir gerade durch Brenesseln, Dornen und die sengende Hitze erschöpft waren, kamen wir an einem Kirschbaum vorbei, dessen Kirschen eindeutig gephotoshopped waren: Groß, herrlich rot, makellos. Doch der Geschmack überzeugte uns von der Echtheit, denn knackig und süß waren die passenden Attribute. Nach einer Viertelstunde im Baum fühlten wir uns gestärkt genug, weiterzufahren, kamen jedoch nur hundert Meter weit, denn dann sahen wir zu unserer Rechten ein Erdbeerfeld: Reife Früchte, Blauer Himmel und: Ein offenes Tor. Also fahren wir rein, bevor die gute Ernte verkommt, und essen ein paar Erdbeeren.
Während wir uns fragen, ob wir gerade in einem Experiment zum Thema "Asozialverhalten des Menschen" oder "Genmanipuliert bis zum Geht-nicht-mehr" die Versuchskaninchen spielen, betritt ein Pickup die Bühne. John und mir wird klar, dass der Bauer im Anmarsch ist, unmotiviert entscheiden wir uns zur Flucht, führen sie jedoch nicht aus, sondern schauen zu, wie der Bauer uns erblickt und Gas gibt. Als uns noch seine Staubfahne umhüllt, ist er schon ausgestiegen und begrüßt uns mit den Worten: Wir haben ein Problem! Ein ernstes Problem!
Nach kurzem Diskurs schlagen John und ich vor, als Entschädigung für unser Fehlverhalten jeder einen Korb Erdbeeren zu pflücken, nehmen den Sammlerinnen Körbe ab und beginnen zu ernten. Nach zwei Minuten war die Wut des Besitzers über die Diebe und Ertragsverringerung verflogen, unsere Ehrlichkeit und Charakterstärke hatte ihn überrascht, ja überrannt, weshalb er uns animierte, während dem Pflücken viel zu essen und sogar aufzufordern "Wenn ihr mal wieder vorbeikommt, greift zu, esst, esst!".
Worauf ich hinaus will: Der Mann war vom Hocker gehauen, das jemand dazu steht, Scheiße gebaut zu haben und dafür gerade zu stehen. Der war das nicht gewohnt. Schien für ihn das ungewöhnlichste auf der Welt zu sein. Und deshalb frage ich mich: In was für einer Welt leben wir eigentlich, in der niemand mehr Verantwortung zu übernehmen scheint und Konsequenz zum Fremdwort verkommt?
John und ich haben für uns entschieden: Ehrlich isst am längsten! Selten habe ich mit so gutem Gewissen Erdbeeren gegessen und mich mehr dafür bestätigt gefühlt, dass es sich auszahlt, moralisch richtig zu handeln.
Gestern waren John Hase und Ich, Steve Anus, auf Mountainbiketour. Soweit nichts ungewöhnliches. Als wir gerade durch Brenesseln, Dornen und die sengende Hitze erschöpft waren, kamen wir an einem Kirschbaum vorbei, dessen Kirschen eindeutig gephotoshopped waren: Groß, herrlich rot, makellos. Doch der Geschmack überzeugte uns von der Echtheit, denn knackig und süß waren die passenden Attribute. Nach einer Viertelstunde im Baum fühlten wir uns gestärkt genug, weiterzufahren, kamen jedoch nur hundert Meter weit, denn dann sahen wir zu unserer Rechten ein Erdbeerfeld: Reife Früchte, Blauer Himmel und: Ein offenes Tor. Also fahren wir rein, bevor die gute Ernte verkommt, und essen ein paar Erdbeeren.
Nach kurzem Diskurs schlagen John und ich vor, als Entschädigung für unser Fehlverhalten jeder einen Korb Erdbeeren zu pflücken, nehmen den Sammlerinnen Körbe ab und beginnen zu ernten. Nach zwei Minuten war die Wut des Besitzers über die Diebe und Ertragsverringerung verflogen, unsere Ehrlichkeit und Charakterstärke hatte ihn überrascht, ja überrannt, weshalb er uns animierte, während dem Pflücken viel zu essen und sogar aufzufordern "Wenn ihr mal wieder vorbeikommt, greift zu, esst, esst!".
Worauf ich hinaus will: Der Mann war vom Hocker gehauen, das jemand dazu steht, Scheiße gebaut zu haben und dafür gerade zu stehen. Der war das nicht gewohnt. Schien für ihn das ungewöhnlichste auf der Welt zu sein. Und deshalb frage ich mich: In was für einer Welt leben wir eigentlich, in der niemand mehr Verantwortung zu übernehmen scheint und Konsequenz zum Fremdwort verkommt?
John und ich haben für uns entschieden: Ehrlich isst am längsten! Selten habe ich mit so gutem Gewissen Erdbeeren gegessen und mich mehr dafür bestätigt gefühlt, dass es sich auszahlt, moralisch richtig zu handeln.
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