Montag, 23. März 2009

Pedaliéro #18 - Reisen bildet!

Stylish wie immer - der neue Pedaliéro

Es ist wieder soweit - die neuste Ausgabe des Pedaliéro landet passend zum Frühlingsanfang in den Bikeshops und bei den immer zahlreicher werdenden Abonnenten dieser einzigartigen Zeitung.

Der Pedaliéro ist ein kostenloses Opensource Magazin, bei dem jeder, der eine entsprechende Story parat hat, mitwirken kann. Das Ziel: Den Mountainbikern echte Unterhaltung, einmalige Bilder und wunderbar subjektive Tests zu liefern. Während andere große BIKE-Zeitschriften krampfhaft versuchen, alles zu standardisieren und in Normen zu messen, versucht dieses Maganzin gar nicht erst, eine objektiv testende Zeitung zu sein. Hier gibt es leidenschaftliche Berichte, interessante News und vor allem eins: viel zu schmunzeln. So auch diese Mal wieder bei der tollen Kolumne "Teufelskreis vs. Engelskreis" von Nicolais Falco Mille.

Die neue Ausgabe befasst sich passend zum Frühlingsbeginn mit dem Thema "Reise". Und hier komme ich ins Spiel: letztes Jahr habe ich zusammen mit Max einen Alpencross, der so minimalistisch wie möglich sein sollte. Was daraus geworden ist? Lest es hier auf dem Blog oder in der neuen Pedaliéro!

Alpencross zum kleinen Preis mit Käsefondue inklusive!

Was, du bist im Zeitschriftenladen gewesen und hast den Pedaliéro nicht gefunden? Kein Wunder! Zu haben ist der neue Pedaliéro nur in angesagten Bikeshops. Selbstverständlich und wie immer kostenlos! Nur noch wenige Tage, dann heißt es wieder: losgestürmt und eine Ausgabe ergattert, denn wenn weg, dann weg! Sollte dein Bikeshop nicht zu der erlauchten Gruppe der Pedaliéro Vertrauten gehören, sprech deinen Local-Dealer einfach an - er kann sich bei den Pedaliéro Brüdern melden und bekommt in Zukunft unter Umständen auch ein paar der raren Exemplare!

One more thing für alle Fußfaulen: alle pedaliéros von der Erstausgabe bis zum aktuellen Magazin stehen online als pdf zum Download bereit! Unter www.pedaliero.de-> Heft-Download kann jeder nun seinen eigenen pedaliéro herunterladen. Das komplette Heft, selbstverständlich kostenlos!

Weitere Themen der neuen Ausgabe:

* Island - Nichts für Warmduscher!
* China - Joscha Forstreuter und Timo Pritzel unterwegs im Land der aufgehenden Sonne
* Beruf Weltenbummler: Pro-Freerider Alban Aubert über die Lust am Reisen
* Krummdolch, Kat, Kalaschnikow - Biken im Hochland des Jemen
* Werkspionage: Rumgeschnüffelt bei Ergon
* Die Lümmel von der ersten Bank: Mountainbiken an der Uni Hamburg
* Ein Brief an den pedaliéro: Wigald Boning!

P.S.: Wer es immer noch nicht verstanden hat: Der Pedaliéro ist feinster Print in herausragender Qualität und spricht wirklich jeden Biker an. Einfach gut!

Alpencross Deluxe - eine Woche Minimalismus in Alta Rezia

Aus wenig viel machen - Mountainbiken! Jugend, Mittellosigkeit und Träume waren der Stoff aus dem unser Engadintrip im Sommer letzten Jahres gemacht war. Der Traum war ein abfahrtsorientierter Alpencross mit Aufenthalt in Bikeparks und luxuriösen Hotels. Leider stand der Rest unserer Voraussetzungen diesem Traum insofern im Weg, als wir weder über ein Auto für die Anfahrt, noch über bikeparkadäquate Zweiräder verfügten. Von Schweizer Franken für einen Hotelaufenthalt ganz zu schweigen.

Doch weniger ist bekanntlich manchmal mehr, und so wurde einfach die Tour unseren Möglichkeiten angepasst und alles, was wir zum Überleben brauchen, in 45l Rucksäcke gepackt. Das Transportproblem löste die SBB für uns, da sie zum einen selbst Umsteigezeiten von zwei Minuten problemlos meistert, zum anderen aber bis zum Ausgangsort unserer Route fährt: Scuol verfügt nicht nur über einen Bikepark, sondern ist auch die Endstation der Rätischen Bahn. Übernachten wollten wir im Tausendsternehotel.

Die logische Konsequenz davon war aber, dass unsere Rucksäcke etwas schwerer wurden – schließlich mussten darin ja neben Bikeausrüstung nun auch die Hotelsuite mitsamt Minibar sowie das heiße Buffet Platz haben.

Die erste Etappe war von Scuol aus unterhalb des Piz Lischana (3105m) entlang Richtung S-Charl angedacht, doch es dauerte gar nicht lang, bis wir ein Opfer unserer Wanderkarten im Maßstab 1:50000 wurden: Fröhlich schoben wir den steilen Pfad zur Lischana-Hütte des Schweizer Alpenvereins hinauf, als sich über unseren Köpfen ein Gewitter und in unseren Köpfen ein großes Problem zusammen braute. Denn was die Karte nicht wusste, der Hüttenwirt dafür aber um so besser: Der in der Karte als Wanderweg deklarierte Pfad vom Hochplateau hinab nach S-Charl ist in Wirklichkeit weniger Weg als Steig, eventuell für die Vertrider interessant, für uns mitsamt 16kg Rucksäcken und Fahrrädern aber unpassierbar. Vor allem in Anbetracht des heranziehenden Gewitters. Die Entscheidung, wieder in Richtung Scuol abfahren zu müssen, fiel allerdings wenig schwer, denn vom hochschieben war uns der Weg schon als schöner Singletrail bekannt.

Der einzige Haken: Um 17 Uhr waren wir genauso weit wie am Beginn des Tages, nur mit 1500hm in den Beinen. Um nicht ganz so wenig geschafft zu haben, radelten wir noch einige Meter bis kurz hinter S-Charl, wo wir Maggis Schinken Nudeln genossen, unser Tarp aufspannten und uns beim In-die-Schlafsäcke-Kuscheln ernsthafte Sorgen machten, wie dicht dieses Tarp eigentlich war.

Der nächste Morgen lieferte die Antwort: mäßig bis saumäßig. Der Schlafsack wog etwa das Doppelte, die Klamotten waren nass und im Topf zog eine Schnecke Schleimspuren vor sich hin. Das alles konnte unsere Stimmung jedoch nicht im Geringsten dämpfen. Verantwortlich dafür waren die berühmten kurzwelligen Lichtstrahlen, die das Engadin in wunderschönen Blautönen erstrahlen lassen, wenn die Sonne ungehindert scheint. Und das tat sie an diesem Morgen in voller Pracht. Gut gelaunt aßen wir also unser Porridge von Haferflocken und Bergquellwasser an braunem Zucker, legten die nassen Sachen zum Trocknen über den Vorbau und traten wieder in die Pedale.

Vorbei am höchstgelegenen Arvenwald der Welt – klingt unspektakulär, aber Bäume auf 2300m, wo gibt’s denn so was? – führte uns der ausgespülte, sandige Trail über grüne Wiesen und durch lichte Wälder für kurze Zeit zurück in Richtung Zivilisation, als wir gegen Mittag den Ofenpass passierten. Dabei mussten wir einmal öfter feststellen, wie wenig wir den Duft und die Akustik von Motorrädern und Autos vermisst hatten. Aus gegebenem Anlass fiel die Rast hier eher kurz aus, wir hatten ohnehin noch genug zu tun, als wir unterhalb des Geröllgipfels Piz Daint (2968m) erneut unerwartet aufgehalten wurden: Die direkte Verbindung in Richtung Döss dal Termel war – so verkündete ein amtliches Schild an der Abzweigung – wegen einer Gerölllawine unpassierbar. Als wir uns gerade klar wurden, dass uns diese kleine Unpässlichkeit 500hm Tragen einbringen würde, profitierten wir davon, nicht gleich los zu marschieren, sondern erst einmal zu pausieren.

Just in dem Moment, da wir aufbrechen wollten, kam nämlich ein freundlicher Mountainbiker über den durch die Lawine angeblich versperrten Weg angefahren und brachte uns die frohe Botschaft der Passierbarkeit.

Auf diese Weise blieben uns also doch einige Anstrengungen erspart und wir freuten uns über die grandiose Abfahrt hinab zum Lago di Livigno, die uns flowig und mit unzähligen Kehren gespickt dem türkisblauen Wasser des Sees immer näher brachte und schließlich in einem Tal, welches besser in British Columbia aufgehoben wäre, ausspuckte. Zwischen uns und dem Tagesziel Livigno lag nun nur noch der Monte Cassa del Ferro, welcher mit seinen 3140m hoch aufragenden Felsblöcken leider nicht in unserer Gewichtsklasse spielt, weshalb wir eine Umfahrung der direkten Attacke vorzogen. Die letzten Kilometer vom Lago di San Giacomo über den Passo die Val Alpisella sind bei Mountainbikern sehr beliebt, was in Anbetracht der imposanten Schutthänge, saftig grünen Wiesen und stilvoll eingestreuten Felsblöcke nicht verwundert. Am Ufer des Sees angekommen erfreuten wir uns diesmal über Maggis Nudeln mit 4-Käse-Sauce, welche erneut schlichtweg unglaublich schmeckten, ob es am guten Wasser oder unserer Anspruchslosigkeit lag, ist bis heute nicht zu klären. Nach einem Bad im Fluss schlugen wir unser Lager auf und genossen den unglaublichen Sternenhimmel – übrigens ein Wort, das erst verwendet werden sollte, wenn man einmal eine Nacht unter freiem Himmel abseits der Zivilisation verbracht hat – dagegen kann ein Rolls Royce Sternenhimmeldach mit 6500 Leuchtdiodensternen schlicht und einfach einpacken.

Am nächsten Morgen wurden wir nicht durch Sonnenstrahlen, sondern durch Gämsen geweckt. Und zwar auf die unsanfte Tour. Etwa 100hm oberhalb unseres Tarps hielten es zwei der Tiere um sieben Uhr morgens für spaßig, einige Steine gen Tal zu treten. Sehr aufmerksam. Nachdem dieser morgendliche Mordanschlag überlebt war fuhren wir nach Livigno, genossen italienisches Frühstück und besuchten die Bikestation des Mottolino Bikeparks. Die Mitarbeiter waren alle super freundlich und erlaubten uns, unser schweres Gepäck bei ihnen abzustellen. Außerdem kostet eine Zweitageskarte soviel, wie am Hasenhorn die Tageskarte. Und was man dafür bekommt – phänomenal! Der Bikepark dürfte manch einem von der Weltmeisterschaft 2005 bekannt sein, für mich war es der erste, aber sicher nicht der letzte Besuch im Engadin. Ohne anzustehen befördert die Gondel zwei Mountainbiker mitsamt Rädern von 1850m auf den 2398m hohen Il Mottolino. Auf den Biker warten also sage und schreibe 550hm Abfahrt pur! Die erste Hälfte hiervon legt der Mountainbiker oberhalb der Waldgrenze zurück, anschließend taucht er in lichte Arvenwälder mit nadelbedecktem, griffigen Waldboden ein. Neben der WM-Strecke, einem ruppigen, ausgewaschenen und schnellen Falllinien-Downhill verfügt der Bikepark über eine gemäßigtere DH-Strecke, zwei Freeride-Abfahrten, unzählige Steilkurven, einen Dirtpark mit vier spaßigen Sixpacks unterschiedlicher Größe nebeneinander und einen North-Shore Trail. Das alles kennt man aus anderen Bikeparks, nur nicht in solch grandioser, alpiner Umgebung und Dimension. Was man aber nicht aus anderen Bikeparks kennt, erinnert an die mit dem Lift erreichbare Variantenvielfalt eines Skigebiets. Wer von der Bergstation Mottolino noch etwa zehn Minuten eine Schotterpiste entlang fährt, erreicht nochmals zahlreiche Singletrails – alle nur vom Feinsten! In unzähligen Kehren schlängeln sich diese Pfade durch die Wälder, die Reifen greifen im weichen Waldboden, die Nadeln spritzen aus den Kurven und die Bremsen werden heiß. Nach zwei Tagen war das passiert, was ich nur in Whistler für möglich gehalten hatte: Ich war kein einziges Mal auf dem selben Weg vom Berg ins Tal gekommen, insgesamt hatten wir satte 17 verschiedene Varianten mit zusammen fast zehn Höhenkilometern gefahren, die nur eines gemeinsam hatten: Flow!

Der Plan für die nächsten zwei Tage war gewesen, am Munt Cotschen (3104m) und dem Piz Vadret (3199m) entlang nach St. Moritz und von dort an zwei weiteren Tagen bis Savognin zu fahren, doch es griff einmal öfter die Regel: Erstens kommt es anders, zweitens als du denkst! Die Wettervorhersage war zu ungewiss für Tragepassagen knapp unter 3000m und wir waren so von Livigno begeistert, dass wir beschlossen, an Ort und Stelle noch andere Tagestouren zu machen… erwähnt seien an dieser Stelle nur der Trail von Il Motto (2716m) und die zahlreichen, mit der 3000er Gondel am Carosello erreichbaren Trails, die mit annähernd 1000hm pro Abfahrt zu Buche schlagen.

Den letzten Abend ließen wir schließlich kurz vor Zernez bei 500g Käsefondue/Person ausklingen und nahmen am nächsten Morgen den Zug zurück in den Komfort des Alltags.

Abschließend sei gesagt: Alta Rezia rockt! Die Region empfängt Mountainbiker mit offenen Armen und auch die Wanderer scheinen aufgeschlossener zu sein. Obendrein ist Livigno zollfreie Zone, wodurch das Benzin dort fast 50cent pro Liter billiger war und auch andere hoch versteuerte Artikel preisgünstig erstanden werden können… was will man mehr?

Stefanus & Tobias Stahl

Weitere Infos auf www.alta-rezia.com
Dieser Bericht erscheint in der Pedaliéro Nr.18 Ausgabe 01/2009 Alle Ausgaben der Pedaliéro können hier kostenlos gedownloaded werden. In wenigen Tagen / Stunden wird auch die aktuelle Ausgabe zum Download bereit sein.

Samstag, 21. März 2009

For Racing Only: Intense Tazer VP 2009

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn in unseren Breiten sprießen auch bei Intense die Neuheiten weiter munter aus dem Boden. Nach den bildschönen Prototypen des neuen Uzzis und des Team-M6s kommt nun eine weitere, nur in limitierter Auflage erhältliche Schönheit auf uns zu - das 2009er Tazer VP FRO. Schon der Name deutet an, dass das Bike eine Racerakete für 4x, Slalom und sauberen Dirtjump sein wird. Leicht, schön und schnell.

An der Front nimmt ein vorbildlich kurzes 1.5 Steuerrohr die Lenkkräfte auf und ermöglicht den Einbau von Reduziersteuersätzen, die die Aufbauhöhe weiter reduzieren. Am Heck arbeiten 80-100mm VPP-Federweg der zweiten Generation (geänderte Übersetzungsverhältnisse) und für eine verbesserte Servicefreundlichkeit verfügt der Rahmen wie auch die neuen Santa Cruz Modelle über Abschmiernippel an den Drehpunkten. Außerdem gibt es bessere "Angular-Contact-Bearings". Von der Geometrie her liegt das Bike recht nah an den üblichen Race-Hardtails. Das Innenlager liegt deutlich unter Achsniveau und das Bike baut insgesamt schön flach.

Im Gegensatz zu vielen anderen VPP Bikes hat der Rahmen jedoch erfreulich kurze Kettenstreben, was durch eine überarbeitete Positionierung des unteren Links möglich wird und für mehr Agilität auf engen Kursen sorgt und das Bike deutlich handlicher macht. Auf den Bildern lassen sich dann noch einige weitere Details erkennen. Das Steuerrohr hat an der Unterseite genug Überstand, um auch bei Verwendung eines Reduziersteuersatzes X-Ups zu erlauben. Fein gearbeitet sind auch alle Frästeile des Rahmens, vor allem das Yoke und die Ausfallenden sehen leicht und gleichzeitig hochwertig aus. Darüber hinaus verleiht das hydrogeformte Oberrohr dem Rahmen ein schlankes, organisches Erscheinungsbild. Ein weiteres nettes Detail: der Hinterbau ist über dem hinteren Drehpunkt geschlossen (siehe Bild), so dass kein Dreck auf den unteren Link abgeladen werden kann.

Somit wird ein weiterer konstruktionsbedingter Schwachpunkt von VPP- und DW-Link Hinterbauten auf elegante Art und Weise umgangen. Diesen schicken Race-Rahmen wird es ausschließlich in drei Farboptionen und einer Rahmengröße geben. Ebenso restriktiv wird auch die Verbreitung sein - gerade mal eine Serie des Rahmens wird im April produziert werden. So wird Exklusivität garantiert.

2009 werden alle wichtigen Intense-Racer auf dem Rahmen unterwegs sein, wichtiger als das ist jedoch der Umstand, dass in der Intense Pressemitteilung auch erwähnt wurde, dass Style-Ikone JD Swanguen diesen Rahmen fahren wird, was bedeutet, dass der junge Allrounder auch 2009 von Intensebikes gesponsort wird - da freut er sich zurecht!

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Bilder von Intense Cycles

Freitag, 20. März 2009

Bombenkrater vernichtet - politischer Fehlgriff in München!



Wie eine Bombe schlug am 14.03. die Nachricht ein: vernichtend, verheerend. Ohne Vorwarnung - ohne nachvollziehbaren Sinn. Am 16.03. sollte die legendärste Dirtjumpanlage Deutschlands, der Bombenkrater in München, dem Regulierungswahn der deutschen Behörden zum Opfer fallen. Über 20 Jahre sinnvoller Jugend- und Erwachsenenarbeit wurden an diesem 16.03. ein Fraß der Behörden. In Begleitung von Ordnungshütern rückten zwei Bagger an, um die liebevoll gestaltete Anlage an der Isar dem Erdboden gleich zu machen und eine bislang geduldete Freizeitattraktion für jeden Mountainbiker zu zerstören. In Zeiten von allgegenwärtigen Klagen über die Untätigkeit der Jugend, die sich vermehrt nur noch vor dem PC und im Internet betätigt, ist dies ein Schlag in die Gesichter aller der Jugendlichen und jungen Menschen, die die Natur noch zu schätzen wissen und im Freien ihren Sportarten nachgehen. Keine Woche zuvor hat ein jugendlicher Amokläufer in Baden-Württemberg ein grauenvolles Massaker angerichtet und trotzdem scheinen alle, die in diesem Bereich Verantwortung zu tragen hätten, die dramatischen Zeichen unserer Zeit zu verkennen. In Talkshows, Zeitungen und anderen Medien analysieren sich sogenannte "Experten" zu Tode, während sie über die heutige Jugend schwadronieren. Tatsächlich haben sich viele Jugendlichen in politischer Apathie der gesellschaftlichen Isolation hingegeben. Viele Jugendliche neigen zu zerstörerischen Handlungen und auch die immer weiter fortschreitende Verrohung der Gesellschaft ist nicht von der Hand zu weisen. Nebenbei vollführen unsere Jugendlichen, die Zukunft Deutschlands, momentan einen beunruhigenden Rechtsruck, der uns möglicherweise schon bald tiefgreifende gesellschaftliche Abgründe vor Augen führen wird. Was man diesen jugendlichen bieten kann? Raum, sich zu entfalten. Chancen, Sport zu treiben. Natur, die sie mitgestalten können. München ist an dieser Stelle als eine der wichtigsten und sportlich aktivsten Städte Deutschlands in einer bislang ungenutzen und offensichtlich von Seiten der Behörden unerkannten Vorreiterrolle. Von München können, sollen und müssen Impulse im Bereich Jugendförderung und Öffentlichkeitsarbeit ausgehen. Mit den Alpen vor der Haustüre bietet sich kaum eine Großstadt in Deutschland mehr für den Mountainbikesport und seine vielen Facetten an. Neben Nürnberg und dem Pott ist es München, dass das Zentrum der Deutschen Dirt und Streetszene darstellt.

Durch die Zerstörung des Bombenkraters hat sich diese Stadt selbst um den etablierten Kern der Szene gebracht, mit dem man hätte verhandeln können, der für die bürokratisch abgesicherten Organe greifbar und zugänglich ist. Das nach dem Einschlag des Landratsamtes zurückbleibende Vakuum wird nur durch eine öffentliche, von der Stadt getragene und vor allem großflächige neue Anlage zu füllen sein, die nicht irgendwo außerhalb, sondern so zentrumsnah als möglich anzulegen ist. Bis diese Lösung jedoch gefunden ist, wird - so viel ist bei der bürokratischen Unbeweglichkeit der naturversessenen Ämter bereits vorhersehbar - es eine Zersplitterung der aktiven Szene geben. Gemeinsam werden die Mountainbiker, die nun möglicherweise auch noch die malerischen Isar-Trails verlieren werden, gegen die Ignoranz der Behörden vorzugehen haben. Unter diesem Deckmantel wird sich jedoch die Zersplitterung bemerkbar machen. An vielen Stellen werden kleinere Anlagen entstehen und jeder vertriebene Mountainbiker wird eine Möglichkeit zur Kompensation suchen. Was hier passiert, ist die gezielte Stigmatisierung einer Sportart als Umweltfeindlich. Die Zerstörung bislang geduldeter Anlagen treibt die Mountainbiker, die von Schlaftabletten wie Rudolf Scharping mehr als unzureichend vertreten werden, immer weiter ins Abseits. Die von den Umweltämtern in Deutschland vorgebrachten Erklärungen sind an Doppelmoral kaum zu überbieten. Während an vielen Stellen der Umwelt mächtig auf den Pelz gerückt wird, kann den Mountainbikern oft nicht einmal eine Industriehalde zur Verfügung gestellt werden. Bodenerosion, Erdverdichtung, Einschränkung der Kuhhaltung. Das waren beispielsweise die Gründe für die Schließung einer kleinen (300m²) Mountainbikestrecke im Bodenseeraum. Auf Grund der (umgänglichen) Dirtjumps sei die Beweidung nicht mehr möglich, so die Begründung des zuständigen Amtes und dessen Mitarbeiter. Tatsächlich war eine Kuh jedoch problemlos in der Lage, das gesamte Gelände zu durchqueren und da seit mehr als drei Jahren keine Kuh mehr die Fläche betreten hatte, war dies ohnehin nicht sonderlich von Bedeutung. Für das Umweltamt jedoch Grund genug, in Kooperation mit dem Landratsamt der Strecke das Aus zu verkünden. Die für die Jugendarbeit zuständigen Stellen spezialisieren sich darauf, Orte zum gemeinsamen Besäufnis zu realisieren, vergessen jedoch, dass es durchaus gesund und gesellschaftsbildend sein kann, wenn Jugendliche gemeinsam Sport treiben. Da auch in Deutschland nicht jeder Fußball oder das in der Krise steckende Handball spielen will und Turnen eher in den Zeiten Bismarks aktuell war, ist es an der Zeit den Horizont zu erweitern. Mountainbiken und vor allem Dirt und Streetfahren liegt immer mehr im Trend und verbindet auf ideale Weise den Outdooranspruch unserer heutigen Zeit mit ökologisch sinnvoller Fortbewegung. Und das beste: Mountainbiker gestalten ihre Strecken selbst. Von Seiten einer Kommune müsste nur eine Fläche freigegeben werden, den Rest würde die entsprechende Zielgruppe selbst bewerkstelligen. Keine Hallen, kein Stromverbrauch, kein versiegelter Boden. Kein CO2 Ausstoß. Mountainbiken ist an für sich sehr umweltfreundlich.
Wenn jetzt jedoch die Hatz auf die ohnehin schon selten gewordenen Strecken Deutschlands gemacht wird, sollten sich die zuständigen Kommunen und selbsternannten Umweltexperten nicht wundern - die Mountainbiker fahren dann eben mit dem Auto über die Grenze, um ihren in ihrer Heimat nicht akzeptierten Sport zu praktizieren. Dabei wird die Umwelt belastet und die Wirtschaft im Ausland gestärkt. Ist das das Signal, dass mit Nacht- und Nebelaktionen wie der Zerstörung des Bombenkraters gesetzt werden soll? Wenn dann noch die Ordnungswächter die gegen die Zerstörung protestierenden Mountainbiker als "irre" bezeichnen und ihnen nahe legen, doch ein anderes Hobby auszuüben, dürfte sich keiner mehr fragen, wo der Denkfehler liegt. Die Ignoranz der Behörden und die mehr als denkwürdige Dreistigkeit, mit der von ihnen über Mountainbiker geurteilt wird, zeigt eines ganz deutlich: diese Menschen haben die Veränderungen der Zeit nicht verstanden und scheinen auch nicht begriffen zu haben, dass der Mensch sich nicht der Natur zu beugen hat.
Das klingt drastisch und ist doch wahr.
Die Lösung könnte so einfach sein.

Allen Mountainbikern in und um München sei an dieser Stelle meine volle Unterstützung zugesichert - ich denke, dieser Artikel zeigt das ganz gut. Ride on!
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Diskussionen bei Mtb-News.de [Thread 1][Thread 2][Thread 3]
Zeitungsbericht der SZ
Bilder von BKM-SE und Flowzero, vielen Dank euch beiden.

Donnerstag, 19. März 2009

Prototyp: Rocky Mountain Flatline WC

Freeride ist nicht Downhill, soviel ist klar. Als bekannt wurde, dass Rocky Mountain sich 2009 wieder im Downhill World Cup engagieren würde [Bericht], gab es sogleich einige Zweifel am potentiellen Teambike, dem Flatline. Eher als Freeriderakete für die großen Jumps von Ex-Teamfahrer Thomas Vanderham ausgelegt und - im Gegensatz zu einigen anderen Rahmen - etwas schwerer, erschien es einigen "Experten" der Bikewelt nicht das richtige Bike für ein World Cup Team zu sein.


Jetzt wurde Teamfahrerin Sabrina Jonnier in Colorado (liegt in den Rocky Mountains, wie passend) mit ihrem frisch aufgebauten Teamrad gesichtet. Soviel vorneweg: der Teamrahmen sieht deutlich mehr nach Racemaschine aus als das Flatline und sollte damit auch alle Kritiker zufriedenstellen. Der Rahmen wurde von Rocky Mountain in Zusammenarbeit mit den Teamfahrern Luke Strobel und Cameron Cole sowie der Dame im Team Sabrina Jonnier entwickelt und ist nun bei den ersten Test- und Abstimmungsfahrten unterwegs. Im Gegensatz zu ihrer First Lady werden die Jungs im Team orangene Rahmen fahren.

Die technischen Daten lassen, ebenso wie die Fahrer, einiges erwarten. Adam McGrath, der Mechaniker von Sabrina Jonnier, hat Littermag.com einige der technischen Finessen des Prototypen verraten.


Die freerideorientierte Geometrie ist einer dem World Cup angemessenen Racegeometrie gewichen, was sich in einigen interessanten Punkten zeigt:


Innenlagerhöhe: mit 353mm ist das Innenlager relativ tief, hat aber noch genug Luft zum Boden um nicht jedem Stein in den Weg zu kommen. Das bringt Stabilität bei Highspeed und das Gefühl "im" Bike zu stehen.


Lenkwinkel: Rund um den Lenkwinkel finden sich die interessantesten Details des Rahmens. Der Rahmen hat ein sehr kurzes Steuerrohr und ist auf Gabeln mit 570mm Einbaulänge (Achse - Krone) ausgelegt. Normalerweise wird nur darauf geachtet, dass der Abstand zwischen den Dichtungen und der Krone ausreichend ist, weshalb verschiedene Gabeln zu verschiedenen Geometrien führen (auf Grund unterschiedlicher Castings). So ist am Rocky Mountain deutlich mehr von den Standrohren zu sehen, was jedoch gleichzeitig die Möglichkeit bietet, über die Position der Kronen den Lenkwinkel zu verändern. In der höchstmöglichen Stellung hat der Rahmen so einen Lenkwinkel von sehr flachen 62° bei einer niedrigen Lenkerhöhe von 1080mm. Sabrina fährt aktuell einen Lenkwinkel von 64,5° bei einer Lenkerhöhe von 1067mm.

Maße: Die Rahmengröße entspricht einem 17" großen M Rahmen, das Oberrohr ist 582mm lang. Die Kettenstrebenlänge beträgt 445mm und bei Sabrinas 64,5° Lenkwinkel resultiert daraus ein Radstand von 1159mm.


Das fertige Rad in der Teamspezifikation wiegt um die 18,1kg und könnte für den Renneinsatz noch leichter werden, zeigt sich jedoch bereits in dieser Form in einer angemessenen Verfassung. Leider noch unbekannt ist das Rahmengewicht... der Vergleich zum Serien-Flatline wäre sicherlich interessant.


Passend zum neuen Team gibt es also auch einen adäquaten Prototypen, mit dem ordentlich Rennen gefahren werden können. Somit sollte auch den letzten Skeptikern klar geworden sein, dass Rocky Mountain es ernst meint mit dem Einstieg in den Worldcup. Sehr zu unserer Freude, denn der Rahmen sieht wunderschön aus!

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Rocky Mountain Homepage

Littermag Feature - alle Bilder dieses Posts sind von Shawn Spomer

Allout Productions

Auch Allout Productions stellte gestern seinen zweiten Trailer zum neuen Film "Days of Dirt" vor - und die Vorschau verspricht die Tradition der letzten Videos fortzusetzen: Die richtige Mischung aus Chicks, amerikanischem Lifestyle, Racing und Dirt unterlegt mit passender Musik. Einen beträchtlichen Beitrag zur Unterhaltung des Zuschauers dürften wieder JD Swanguen und CG leisten, und der Blickwinkel der Allout-Crew auf die Weltcups ist ebenfalls sehr interessant...


Days of Dirt Trailer #2 from allout productions on Vimeo.

Barred for Life

Nicht nur die Fahrerliste, auch schon der erste Trailer [KLICK MICH] zu Barred for Life waren extrem vielversprechend - und auch Teaser Nummer 2 steigert die Vorfreude noch weiter...


Barred For Life Teaser 2 from Bjorn Aunet on Vimeo.

Dienstag, 17. März 2009

Teuflisch schnell - Steve Smith auf Evil

Diese Bike hält uns in Atem. Erst gab es nur Zeichnungen, dann wurden die ersten Bilder veröffentlicht, dann wurde bekannt, welches Team sich um das Racing kümmern würde. Nun hat Teamfahrer Steve Smith die ersten Testrunden gedreht, Ian Hylands hat alles photographisch festgehalten und NSMB.com hat ein Interview mit Dave Weagle, dem Kopf hinter dem neuen Delta System, geführt. Alles zusammen nun in diesem Beitrag. Steve Smiths Evil Revolt scheint sich an der North Shore wohl zu fühlen. Bereits im Team MS Racing Aufbau verfügt es jedoch noch nicht über den Serienschwingarm, sondern über ein Vorserienteil. Das wäre auch gleich der einzige echte Kritikpunkt an der Optik des Bikes gewesen - der Hauptrahmen sieht bereits jetzt erstklassig aus.

Hinter Evil steht ein altbekanntes, erfahrenes Team. Die ehemalige Hardtailmarke von Dave Weagle ist für 2009 zu einem der coolsten Teams der kommenden Saison geworden. Mit Thomas Vanderham, Steve Smith, Matti Lehikonen und Filip Polc sind einige echte Podiumsanwärter im Team und Vanderham wird mit seinem unvergleichlichen Style für feine Fotos und Videoaufnahmen sorgen. Außerdem ist er auch im Downhill nicht unbedingt langsam. Unterstützt werden die Fahrer von Todd Seplavy (ehemaliger Ironhorse Produktmanager) und Gabe Fox (ehemaliger Cove Bikes Produktmanager)


Mit dem neuen Bike und dem neuen Team bleibt Evil jedoch seinem Gründer Dave Weagle treu und verwendet sein neustes Hinterbausystem, das Delta System. Sein bekanntestes Werk, der DW-Link, wird weiterhin bei Turner Bikes und Ibis verbaut, während das Delta System exklusiv im Evil Revolt verbaut werden wird.

Nun, da alles bereit zu sein scheint, gibt es dann endlich ein Fotoshooting mit Ian Hylands an der North Shore. Dabei überzeugt das Bike sogleich mit weicher, sauberer Linienführung und das trotz einer relativ komplexen Dämpferanlenkung. Schon im Stand sieht das Bike schnell und aggressiv aus. Wie der Hinterbau funktioniert, erschließt sich jedoch nicht auf den ersten Blick.

Wie auch die neuste Version des DW Links (verbaut im neuen Turner DHR) erzeugt das Delta System eine ganz besondere Raderhebungskurve. Dabei sollen das erste und letzte Drittel des Federwegs progressiv sein, während die Mitte dazwischen flach linear verläuft und alles schluckt, was in den Weg kommt.

Wie schon bei Commencals Supreme Downhiller oder dem Lapierre 230DH kann beim Revolt der Lenkwinkel über eine Hülse und zwei Schrauben im Steuerrohr verstellt werden. Der Verstellbereich liegt zwischen 64° und 66°.

Um den Hinterbau, das Highlight des Bikes, besser zu verstehen, hier einige Erklärungen von Entwickler Dave Weagle:

"Das DELTA System ist entwickelt worden, um unter anderem sehr komplexe Raderhebungskurven zu erreichen, die verwendet werden können, um den Hinterbau auf verschiedene Streckenbedingungen sowie Dämpfereinstellungen anzupassen. Das zweifach progressive Übersetzungsverhältnis ist etwas, was ich für Downhillbikes mit Stahlfederdämpfer entwickelt habe, um einen Vorteil aus den verfügbaren geschwindigkeitsabhängig dämpfenden Dämpfern zu ziehen.

Mechanisch betrachtet verwendet das System sehr kompakte Hebel, die eine große Winkel- und Geschwindigkeitsänderung über den Federwegsbereich hinweg erreichen. Ich verwende das zu meinem Vorteil, so dass ich das Übersetzungsverhältnis an die Arbeitsweise der geschwindigkeitsempfindlichen (High- und Lowspeeddämpfung) Dämpfer anpassen kann. Letzten Endes bietet das System somit einen sehr weichen Anfang des Federwegs, ein sehr direktes, traktionsreiches Intervall durch die Mitte und endlos erscheinenden Federweg am Ende des Hubs durch eine große Progression. Was passiert, wenn eine nach oben gerichtete Kraft auf das Hinterrad einwirkt, ist sehr kompliziert zu erklären. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Erklärung besonders nützlich sein wird, aber hier kommt sie. Der Schwingarm hat einen hinteren Teil, der das Rad hält, und einen vorderen Teil, das mit der Umlenkung verbunden ist. Wenn die Federung komprimiert wird, dreht sich die hintere Sektion nach oben um den Drehpunkt, während der vordere Teil sich nach unten dreht. Dieser vordere Teil zieht an einem kleinen Umlenkhebel. Dieser Spannungshebel ist mit dreieckigen Links verbunden, die sich um den Rahmen drehen und den Dämpfer nach hinten drücken, wenn die Federung komprimiert wird. Das Ende des Dämpfers ist ebenfalls mit dem Schwingarm verbunden und wird gleichzeitig nach vorne gedrückt. Dieser schwimmende Dämpfer (Floating Shock, vlg. Fusion, Cube, Trek) wurde nicht aus Gründen der Federung konstruiert, sondern macht das strukturelle Designs des long travel Bikes einfacher. Ursprünglich hatte das Design keinen schwimmenden Dämpfer. Ich musste die Kinematik neugestalten und den schwimmenden Dämpfer auf halbem Weg zu Vollendung des Projekts konstruieren, um dabei zu helfen, die Ziele des Design Teams zu erreichen.

Das gesamte System ist als eine Einheit entwickelt worden. Der Dämpfer, der vorgesehene Einsatzbereich und die Geometrie hängen eng miteinander zusammen. Nur so entsteht ein wirklich hervorragend funktionieres Gesamtkonzept. Der Hauptdrehpunkt wurde sorgfältig ausgewählt, um eine gute Mischung aus Beschleunigung und Bremsperformance zu erreichen. So beschleunigt das Bike ohne zusätzliche Dämpfung ruhig, was es ermöglicht, die Dämpferabstimmung auf die jeweilige Strecke noch präziser vorzunehmen.

Ein weiterer wichtiger Vorteil des Systems ist die Abpassungsfähigkeit durch Fahrer und Mechaniker. So kann die Geometrie verstellt werden, ohne die Übersetzungsverhältnisse und die Raderhebungskurve zu verändern. Zusätzlich können verschiedene Umlenkungssätze verwendet werden, um den Charakter des Bikes grundsätzlich zu verändern. Von diesen Umrüstsets werden die World Cup Fahrer profitieren, wenn sie die Bikes auf die vollkommen verschiedenen Strecken im Laufe der Saison abstimmen."

Aus all diesen Erklärungen leitet sich zwingendermaßen eine Frage ab, nämlich, wie das Delte System sich im Vergleich mit den DW Link Bikes fährt, speziell den neuen Turner Bikes.

Dave Weagle dazu: "Ich betrachte die Hinterbauten von Turner Bikes, Pivot und Ibis nicht als eine neue Generation von DW-Links. Ich lerne und wende das neu gelernte bei jedem Bike an, dass ich entwickle. Jeder Rahmen ist eine Weiterentwicklung und eine Verbesserung wo immer das möglich ist. Gleichzeitig sind die Bikes alle dem ursprünglichen Design des DW-Links treu geblieben. Das neue DHR ist eine entscheidende Entwicklung wem vom Ironhorse Sunday, das um den wegabhängigen 5th Element Dämpfer herum entwickelt wurde. Wie das Revolt hat das DHR ein zweifach progressives Übersetzungsverhältnis und wurde um die geschwindigkeitsabhängige Dämpfung des Fox RC4 Dämpfers entwickelt. Zu Fahren sind beide Bikes sehr ähnlich, einander vielleicht ähnlicher in ihrer Federungsqualität als zwei andere Bikes auf dem Markt. Beide bieten zunächst unvorstellbare Traktion und ebenso unvorstellbare Empfindlichkeit bei kleinen Schlägen sowie eine endlose Progression am Ende des Federwegs.
Ganz besonders im Bezug auf das Revolt ist dabei die Möglichkeit, die Federung und die Geometrie unabhängig voneinander einzustellen. Diejenigen von uns, die seit den 90er Jahren Downhill fahren, erinnern sich an die Zeit, in der jedes Bike zehn Optionen für die Geometrie- und Dämpfereinstellung hatte und wir uns freuten, wenn eine der zehn funktionierte. Am Revolt gibt es keine einzige schlechte Option. Es basiert alles auf persönlichen Vorlieben. Wenn du einen Luftdämpfer mit wegabhäniger Dämpfung fahren willst können wir die Einstellung entwickeln. Wer seinen Rahmen gern mit einem tiefen Innenlager und flachem Lenkwinkel, irgendwo dazwischen oder komplett umgekehrt, fährt, wird mit dem Revolt zufrieden gestellt. Personalisierung, Update- und Einstellmöglichkeiten sind das, worauf es ankommt - die Kombination zu finden, die perfekt für dich und niemanden sonst ist. Ein anderer wichtiger Punkt, den ich ansprechen möchte, ist, dass das Bike das Potential hat, wirklich leicht zu sein. Es ist eine Sache, die News mit einem 15,4kg leichten Downhill Prototypen zu würzen und dann 18 - 19kg schwere Bikes zu verkaufen. Eine andere ist es, nach allem, was ich bislang gesehen habe, einen wirklich leichten Rahmen zu bauen. Demnach wird das Revolt einer der leichtesten Downhill Rahmen sein, den ich je gesehen habe. Der Rahmen selbst wiegt um die 3,4kg und hat noch Leichtbaupotential. Das neue DHR ist das einzige andere Bike, das ich in dieser Gewichtsklasse kenne. (Anmerkung von Fallline Productions: Der Trek Session 88 Rahmen liegt auch in dieser Gewichtsklasse, ebenso wie der Lapierre 230DH Rahmen)

Noch Fragen? Wir freuen uns jedenfalls auf ein neues, vielversprechendes Team im Worldcup und spannende Rennen 2009.

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Gefunden auf NSMB.com
Alle Bilder sind von Ian Hylands

Jay Sinclair Photography Jahresrückblick 2008

Der Name Jay Sinclair sagt dir nichts? Dann schau doch mal, welche Bilder in den Magazinen von ihm sind... er ist einer der größeren Photographen der Bikeszene.

In einer schönen Präsentation hat er jetzt seine besten Bilder des Jahres 2008 zusammengestellt und sogleich der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Lust bekommen? Dann einfach HIER klicken, zurücklehnen und genießen!

Mit Sombrio wird's warm!

Die Knospen sprießen und ebenso lassen sich auch die Mountainbiker wieder auf der Erde blicken und drücken ihr auch gleich ihre neuen Reifen auf. Um dabei das angesetzte Winterspeck angenehm zu kaschieren, gibt es eine neue Sombrio-Kollektion. Bevor dir jedoch in den Läden hängt kann man noch so manches Schnäppchen machen und sich in den auslaufenden Restbeständen bedienen.

Ein wahres Prachtstück an Schlichtheit ist das Sombrio Beach Wood T-Shirt, dass in feinem Organic Cotton kommt und sich wirklich sehr angenehm trägt.

Dazu kombiniert man eine feine 2008er Longboard Short, die im Gegensatz zum 2007er Modell wesentlich feiner daherkommt und keine Bike-Shorts mehr ist, sondern eine handfeste casual Styleansage.

Der Stoff schmiegt sich weich an die Haut an und die Hose sitzt dank Gesäßkeil wie keine zweite. Besonders gut gelöst sind die Schubtaschen am Bein: eingenähte Magnete schließen die Tasche sicher und trotzdem lässt sie sich auch mit Handschuhen leicht öffnen.

Das gleiche Detail gab es schon bei der 2007er Sombrio Longboard Short, auch verfügt sie über den gleichen, gut sitzenden Schnitt. Ihr Stoff ist jedoch deutlich "sterriger" und robuster, weshalb sie eine echte Freerideshorts ist, die auch einige Stürze gut verkraftet.

Woher ich das weiß? Seit bald zwei Saisons fahre ich zwei Longboard-Shorts bei praktisch jeder Gelegenheit. Ob im Urlaub oder im Bikepark - die Shorts haben schon alles mitgemacht und halten nach wie vor bombig. Um beim Biken nichts zu verlieren, sind außerdem die oberen Taschen mit Reißverschlüssen versehen. Die Shorts für viel Style auf dem Trail.

Gut gedresst warten wir also erst Mal ab, wie sich die Preise der 2009er Kollektion gestalten, um dann im Frühjahr 2010 die Schnäppchen zu schlagen. Sombrio ist die Bekleidungsmarke des ehemaligen Mountainbike Pro Freeriders Dave Watson, die mittlerweile seit 11 Jahren schicke Styles rund um's Mountainbiken designed. In der Kollektion finden sich gut geschnittene Klamotten und Assessoires für jede Lebenslage des stylebewussten Mountainbikers.