Sonntag, 3. Januar 2010

Life Cycles - Behind the Scenes

Dieser Film wird der absolute Knaller. Wer auch nur ein bisschen Ahnung von Kameras hat, wird das RED lesen können und sich schon jetzt freuen. Wer aber noch ein bisschen mehr Ahnung hat, weiß auch, dass die Jungs hinter der Kamera entscheidend dazu beitragen, ob wir nachher sabbern oder gähnen.

Life Cycles Behind the Scenes Part 1 - More Mountain Bike Videos

In diesem kleinen Behind the Scenes Video sieht man sie bei der Arbeit und schon jetzt läuft der Sabber... der Film wird der Brenner!

Tagtraum: Whippin' it!

Wie könnte das neue Jahr besser anfangen, als mit dem Bild eines satten Whips? Irgendwann in den vergangenen Zeiten des Jahres 2009 ist es auf meiner Festplatte gelandet und nun, am Morgen des 03.01.2010 (irgendwie noch immer ungewohnt, die 2010 zu tippen... geht aber leicht von der Hand ;) ) kommt es hier auf den Blog, weil es einfach klasse ist:

Wer schon whippen kann, bekommt hier gezeigt, wie weit man es treiben kann. Wer es noch nicht kann, dem diene es als Inspiration, gleich einen guten Vorsatz für 2010 zu fassen... "Whip it baby!"

Freitag, 1. Januar 2010

Ein frohes neues Jahr euch allen...

... wünschen Tobi und Nus aus Oberstdorf, wo wir gestern in den Bergen den Jahreswechsel gefeiert haben. Bei mangelndem Schnee und lauen Temperaturen wären wir fast noch mal auf die Räder gestiegen, haben dann aber doch bei einer Age of Empires II Session die Seelen baumeln lassen und den Jahreswechsel genossen!


Allen Blogleserinnen und -lesern wünsch wir für das neue Jahr geile Trails, super Wetter und natürlich viel Spaß mit unseren Beiträgen hier!

Beste Grüße, Tobi und Nus

Montag, 28. Dezember 2009

Aller Anfang ist schwer

Als der Riemen letztes Jahr auf der Eurobike vorgestellt wurde, schien dem Konzept außer nicht kompatiblen Rahmen nichts mehr im Wege zu stehen, die Vorteile sprachen für sich: Leichter, wartungsfrei, langlebiger, leiser - ein Traum. Im Grunde ist es ja gar kein Riemen, sondern Gates Carbon Drive, die Carbonfasern und die "Verzahnung" machen den Unterschied.


Das Problem mit dem offenem Rahmen wurde bald gelöst, bei Nicolai durch ein öffnebares Yoke, bei anderen durch ein öffnebares Ausfallende, dazu eine Portion Kettenspanner und fertig ist das Traumrad?!



Leider nein, denn die Riemengegner formieren sich, sagen den Riemenritzeln eine geringe Haltbarkeit nach, sprechen von durchrutschenden "Zähnen" und einem hohen Unfallrisiko - was ist da dran?


ID-Worx ist so nett, zu erklären, warum sie sich dem Riemen versperren:


1. Er ist während der Fahrt nicht leiser als eine Kette


FLP: Das hängt vom Vergleich ab! Natürlich ist eine gespannte Kette genauso leise, aber im Vergleich zur schlackernden Kettenschaltung eben doch.


2. Die Abnutzung an den Ritzeln muss durch Nachspannen ausgeglichen werden.


FLP: Die Abnutzung von Kette und Kettenritzeln muss öfter durch  Nachspannen ausgeglichen werden.


3. Die Hose bleibt sauber, aber der Riemen nicht, ein Kettenkasten hält beides sauber.


FLP: Mag schon sein, aber ein Kettenkasten ist optisch und gewichtstechnisch unsinnig, wenn man mit Riemen darauf verzichten kann.


4. Durch Kettenspanner und eventuell Stahlritzel ist die Gewichtsersparnis marginal


FLP: Man kann nicht sowohl die Haltbarkeit, als auch das Gewicht ankreideln. Entweder, der Riemen hält inklusive Ritzeln ewig, oder er ist deutlich leichter - dann muss eben ab und an nachgespannt werden.


5. Die Höhere Lebensdauer ist wegen der verschleißenden Ritzel nicht günstiger.


FLP: 4 Ketten 5000km lang auf den selben Ritzeln und Kettenblättern zu fahren, ist schlichtweg unrealistisch. Selbst wenn, müssen nach 20000km auch Kettenblatt und Ritzel getauscht werden, genau wie beim Riemen, wodurch die Kette in keinem Fall günstiger ist. (4 x 30 € + 40 + 30 = 190€) Für den Preis gibt es auch den Riemen mit beiden Ritzeln. 


Soweit zu den Vorteilen des Riemens. Meiner Meinung nach sind es wirkliche Vorteile, da er günstiger, leiser und leichter ist. Vor allem muss er aber nicht geölt und oft getauscht werden - die Kosten für diese Wartung mit einzurechnen, würde den Riemen noch attraktiver machen.





Als Nachteile des Riemens führt man bei ID-Worx an:


1. Empfindlichkeit, jetzt kommts: "wenn beispielsweise beim Mountainbiking ein Stock in die Speichen gerät und dann von diesen auf den Riemen gedrückt wird. Eine andere recht häufig zu erwartende Misshandlung besteht im Kontakt des Riemens mit den oft sogar scharfkantigen Pedalen anderer Fahrräder, wenn mehrere Fahrräder nebeneinander abgestellt werden. Auch durch Unachtsamkeiten beim Ein- und Ausbau des Hinterrades (z. B. beim Reifen- oder Schlauchwechsel) kann der Riemen beispielsweise durch Verdrehen oder Knicken so stark belastet werden, dass Karbonfasern in seinem Innern reißen. "


FLP: Es tut mir leid, aber einen größeren Humbuk habe ich lange nicht lesen müssen. Ammenmärchen. Meiner Erfahrung nach ist der Riemen ein robustes Bauteil. 


2. Erhöhtes Unfallrisiko durch höhere Wahrscheinlichkeit für Reißen des Riemens.


FLP: Glaube ich nicht. Weil ich auch nicht an die Beschädigungen glaube. 


3. In der Serienfertigung von Fahrradrahmen kaum realisierbare Anforderungen an die Genauigkeit.
"Wir kennen jedenfalls keinen Rahmenhersteller - und wir kennen eine ganze Reihe der Besten -, der in der Serienproduktion von Rädern, selbst in der Preisklasse eines idworx Easy Rohler eine solche Genauigkeit garantieren kann, wie sie dieser Riemen erfordert. “


FLP: Also bauen alle anderen Hersteller, die Riemen verwenden, Schrott? Glaube ich kaum.


Wenn ich mir die Argumente durchlese, stelle ich fest: ID-Worx will keinen Riemenantrieb anbieten, und sucht noch nach rationalen, verkaufbaren Argumenten. Die Wahrheit ist jedoch, dass es Ihnen vermutlich zu teuer oder aufwendig ist, einen präzisen, öffnebaren Rahmen mit effektiver Kettenspannung zu bauen. Schade. 


Ich jedenfalls halte Gates Carbon Drive nach wie vor für eine geniale Neuerung und werde so schnell wie möglich ein Riemenstadtrad realisieren...

Sonntag, 27. Dezember 2009

Aaron Chase: 2010 auf X-Fusion Federungskomponenten

Mountainbike-Freestyle-Legende Aaron Chase hat einen neuen Sponsor: Ab dem kommenden Jahr wird er auf Federgabeln und Dämpfern aus dem Hause X-Fusion (Vengeance etc.) unterwegs sein. Darüber hinaus werden seine Webcasts zukünftig von X-Fusion unterstützt und verbreitet.

Das eigentlich interessante ist jedoch, dass Aaron Chase auch weiterhin das genialste Alu-Hardtail des Planeten fahren wird: Das Cannondale Chase. Der Verbleib von AC bei Cannondale lässt die Hoffnung auf eine wirklich gute neue Generation von DH, Freeride und Dirt Jump Bikes von C'dale wachsen, denn nicht nur Gerüchte sagen, dass es nach dem XC-Relaunch der Marke auch wieder im Gravity-Bereich ordentlich zu Sache gehen wird. Das wäre mehr als wünschenswert!


Bike Check: Jamie Goldman's Santa Cruz Blur LT

Vitalmtb.com hat zusammen mit Jamie Goldman einen wirklich schönen Bike Check produziert, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Viel Spaß damit.

Bike Check: Jamie Goldman's Santa Cruz Blur LT - More Mountain Bike Videos



Neben einigen netten Details am Rad gibt es vor allem schöne Fahraufnahmen und eine insgesamt sehr schön aufgezogene Präsentation.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Eurobike Randoms #3

Was gab es noch schönes auf der Eurobike zu sehen?

Totgeglaubte leben länger: Superfly aus dem hohen Norden macht immer noch sakrisch schöne Stahl-Dirtbikes namens Fixstern und Seducer. Sehr schick!



EVOC Rucksäcke sind durchaus genial: Einzeltragbarer Rückenprotektor und Rucksack in einem. Dazu gibt es diese gelungene Team-Version von Mario Lenzen. Gibt es alles über Bike-Action für Sommer und Winter... Gefällt!



RaceFace macht ja traditionell coole Parts, die aber zu Übergewicht neigen. Nicht so die neue Sixc Gruppe, bei der Carbon Leicht und Stabil verwendet wird. Sehr Sexy, aber eben auch teuer. Way to go, Race Face!



Im Rocky Post vergessen: Das Altitude. 140mm Carbon Rahmen, bei dem sich die Entwickler an Tarnkappenbombern orientiert haben und das Unterrohr als Schutzblech fungiert. Gefällt mir sehr gut als Trailbike!



Kaum eine Marke ist mir unsympathischer als Kona, kaum ein Fahrer unsympathischer als Andreu Lacondeguy. Trotzdem muss ich anerkennen, dass die Symbiose aus beiden, dieser Stahlrahmen, mit zu den schönsten gehört, die mir auf der gesamten Eurobike über den Weg gelaufen sind...



Sonntag, 20. Dezember 2009

Gefahren: Bos N'dee Federgabel

Gerade erst vorgestellt [LINK] und schon ist der Review zur BOS N'dee online.

Test: BOS N'dee Fork from Fallline Productions on Vimeo.



Den kompletten Testbericht findet ihr exklusiv auf mtb-news.de [LINK], das Video zum Test natürlich auch hier auf dem Blog!

Fazit: Die BOS N'dee ist in meinen Augen die richtige Gabel für deutsche Bikeparks und Alpenfreerider, die gerne ruppiges Gelände unter die Räder nehmen und dafür eine zuverlässige, perfekt federnde Gabel benötigen, für die sie bereit sind, tief in die Tasche zu greifen. In einem MiniDH Bike kann diese Gabel ihr Potential voll ausspielen - die Funktion ist erstklassig. Wer auch gerne und viel bergauf fahren will, sollte auf ein paar Zentimeter verzichten und auf die bewährten Modelle Rock Shoy Lyrik oder Fox 36 zurückgreifen, ab 2010 kommt in dieser Klasse auch eine kleine BOS namens Deville auf den Markt.


Gefahren: Reverse Components Style 76 Lenker

In der Kategorie "Teile, Teile, Teile" habe ich den Reverse Style 76 Lenker bereits vorgestellt - nun ist es, nach einigen Monaten der Nutzung, aber auch an der Zeit, einen kleinen Langzeittest zu schreiben.

Die wichtigsten Eigenschaften eines Lenkers bei einem Langzeittest sind einerseits natürlich das Gefühl beim Fahren, andererseits aber auch die Haltbarkeit. Und gerade die muss an diesem Punkt angesprochen werden. Gehalten hat der Lenker auf alle Fälle - einige Stürze konnten ihm nichts anhaben. Problematischer hat sich eher die Lackierung gezeigt. Bei der Fahrt nach Finale Ligure muss der Lenker von einem Stein oder einem anderen Gegenstand getroffen worden sein, denn beim Abladen des Autos ist ein ca. 5mm großer Abplatzer in der Lackierung des Lenkers zu sehen (auf dem Bild oben im roten Bereich zu sehen). Aber später dazu mehr.

In der Praxis erweist sich der Style 76 als solider Begleiter, der steif und gezielt die Lenkbefehle weitergibt und nicht nur optisch eine gute Figur macht. Mit 9° Krümmung liegt der Lenker absolut im Bereich des normalen und so fährt er sich auch bis auf die Breite unspektakulär.

Der Lenker ist also eine Empfehlung für alle, die auf den Style achten wollen und einen ausgefallenen, extra breiten Lenker suchen. Dennoch sollte von Seite des Herstellers noch mal an der Qualität und Belastbarkeit der Lackierung gearbeitet werden... bei der Demontage blätterte unter der Vorbauklemmung der Lack!

Samstag, 19. Dezember 2009

Teile, Teile, Teile #18: Reverse XXL DH-Race "fli-bar" flat

Reverse Components hat uns nicht nur einen Lenker, den Style 76, zum Testen geschickt, sondern dem Paket auch noch einen zweiten Lenker beigelegt. Und um diesen Lenker geht's hier.

Am Style 76 haben wir den Trend zu immer größerer Lenkerbreite aufgezeigt, der jedoch in den zeitorientierten Abfahrtsdisziplinen mit einem zweiten wichtigen Trend einhergeht: Dem Trend zu immer weniger Rise, also Erhöhung der Lenkerenden gegenüber der Klemmung.

Erneut sagt es schon der Name - dieser Lenker ist für DH-Rennen gemacht und es gibt ihn auch in zwei Versionen mit 0,75" und 1,5" Rise. Wir bekamen jedoch den komplett flachen Lenker, der das Beiwort "flat" im Namen trägt und auch genau das ist. Ohne Rise sieht der Lenker noch viel breiter aus, als er ist. So misst der fli-bar wie sein stylisher Bruder 760mm in der Breite und verfügt über die mittlerweile zum Standard gewordene Klemmung mit 31,8mm Durchmesser.


Optisch fällt aber nicht nur die Breite auf, sondern auch das schöne, tief schwarze Finish des Lenkers. Alternativ ist er auch in weiß erhältlich. Die zentrale Frage ist jedoch, wie sich so ein Lenker fährt.

Der Trend - nicht nur im Downhill oder 4x - in der Mountainbikewelt geht seit dem Jahr 2008 streng in Richtung weniger Rise. Manche wittern hier schon reine Marketinggedanken, um uns allen neue Lenker verkaufen zu können und in der Tat wird der Trend erst durch die Unterstützung der Hersteller zum Trend. Dennoch würde sich kaum jemand ein neues Teil ans Rad schrauben, was dann nachher zu einem schlechteren Fahrverhalten führt. Folglich muss etwas dran sein, am Vorteil der tiefen Front, die durch den flachen Lenker erreicht werden kann.

An dieser Stelle eine Erleichterung für alle, die dem Trend nachgelaufen sind: Es bringt wirklich etwas! Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir an all unseren Rädern die Lenkerhöhe um bis zu 3cm reduziert und das Ergebnis ist mehr Druck auf dem Vorderrad, eine flachere Sitzposition und gefühlt mehr Kontrolle. Diese Effekte werden durch den extra breiten XXL DH-Race Lenker von Reverse Components natürlich noch verstärkt, da durch die breite Haltung der Arme der Oberkörper weiter nach vorne wandert. In Kombination aus breit und flach gibt es dann eine Front, die zum Abfahren extrem angenehm ist, wenn man denn Vollgas geben will. Manuals und alle sonstigen am-Lenker-zieh-Manöver gelingen etwas schwerer als sonst aber das bessere Gefühl für Kurven und der erhöhte Grip machen das locker wieder gut.

Der Reverse XXL fli-bar ist also nicht nur ein willkürlich etabliertes Produkt, sondern Teil einer meiner Meinung nach sinnvollen Bewegung hin zu einer tieferen Front aus den oben genannten Gründen. Wer einen Lenker mit viel Rise fährt, sollte vielleicht nicht gleich auf 0" Rise umsteigen - für mich war der Umstieg von 0,75" auf 0" jedoch positiv spürbar, während der vergleichsweise Umstieg auf 1,5" sich seltsam angefühlt hat (einfach den alten Lenker noch mal montiert). Die verschiedenen Lenker waren zwar in der Breite nicht vergleichbar, aber die Höhe hat sich deutlich bemerkbar gemacht und zumindest gefühlt wird man mit tiefer Front tatsächlich schneller. Ein kleiner Blick in den World Cup Zirkus zeigt dann, dass die Zeitunterschiede zwischen 0" und z.B. 0,75" zu vernachlässigen sein dürften, denn kaum einer fährt wirklich Rise-lose Riserbars. Aber wann ist zu letzt ein Downhiller mit über 2" Rise auf's Podest gefahren?

Flacher macht also schnell - ganz flach muss es dabei aber dann doch nicht sein. Für alle mit langem Steuerrohr oder hoher Gabel aber eine nette Möglichkeit und die Optik ist sagen wir... extrem lässig!?

Technische Daten zum Lenker:

Gewicht (selbst gewogen): 286g
Rise: 0" (auch Versionen mit 0,75" und 1,5" verfügbar)
Breite: 760mm
Farben: schwarz oder weiß
UVP: 71,90€

Alle weiteren Infos zu Reverse Components und dem XXL DH-Race Fli-bar findet ihr hier --> Link