Montag, 30. März 2009

Teile, Teile, Teile #13: Shimano SLX Kassette 11-28

Wie viel Übersetzung braucht der Mountainbiker? Wie klein muss der Gang wirklich sein? Vor allem im Downhill- und Racebereich sahen sich die Mountainbiker zunehmend gezwungen, Rennradkassetten zu verbauen, die eine Abstufung von 11-23 bis 11-27 Zähnen boten. Leider wird aus dieser Lösung in manchen Fällen ein Problem: Einige leichte Naben (z.B.: Hope, Tune, DT Swiss) verwenden Alufreiläufe. Das spart einige Gramm und ist doch Auslöser des Problems - die Ritzel drücken sich, so sie nicht auf einem Spider montiert sind, in den Freilauf ein. Die normalen Mountainbikekassetten von Shimano, die einen Spider für die größten Ritzel, bei denen der Hebelarm am größten ist, verwenden, kennen diese Probleme nicht. Natürlich gibt es auch Rennradkassetten mit Spider, doch die sind (z.B.: Sram Red) nicht mehr bezahlbar.

Doch auch Shimano schläft nicht. 2009 gibt es nun erstmals eine Kassette, die einen Spider mit 11-28 Zähnen kombiniert. Die Kassette mit der internen Bezeichnung CS-HG80-9 entspringt der Saint/SLX/LX Gruppe und kostet um 40€. Hier werden die drei größten Ritzel von einem vierarmigen Aluspider getragen, die weiteren Ritzel greifen über drei Verzahnungsstellen in diesen Spider und verhindern so, dass sich einzelne Ritzel in den Freilauf drücken.

Ganz nebenbei wird hiermit auch noch ordentlich Gewicht gespart. Wer die serienmäßige Stahlschraube gegen einen Aluabschlussring von z.B. der XT (CS-M770) tauscht, erreicht ein Komplettgewicht von 222g für die Kassette. Das ist weniger, als bei einer Rennradkassette mit 11-27 Zähnen (ohne Spider) und bedeutet eine Gewichtsersparnis von 41g gegenüber einer XT Kassette mit 11-32 Zähnen. Nebenbei profitiert von dieser Änderung auch die Optik des Bikes, denn kleine Kassetten sehen einfach besser aus als Riesenritzel am Hinterrad. Das gleiche gilt übrigens auch für die Kettenblätter - kleiner ist schöner. Und wer an der Front kleine Kettenblätter fährt und am Heck eine kleine Kassette, der hat am Ende wieder die gleiche Übersetzung, spart aber an Kette, Kettenblättern und Ritzeln. Und fährt noch ein schöneres Bike. Das einzige Problem dabei: für die Montage eines 20 Zähne Kettenblatts müssen sowohl die Kettenblattschrauben, als auch die Kurbel (in fast allen Fällen) bearbeitet werden. Wer diesen Einsatz jedoch nicht scheut, kann alle oben genannten Vorteile mitnehmen.

Am Aufbauprojekt "Ironhorse 6PointD.D." wird die Kassette in Kombination mit einer Zweifachkurbel mit 36 und 22 Zähnen ihren Dienst tun. Für die normalen Mountainbiketouren wird diese Übersetzung vollkommen ausreichen, nur für Alpentrips wird eventuell eine 11-32er Kassette Verwendung finden.

Kommentare:

  1. Aber die normale XT Kassette mit Spider gab es doch schon immer als 11-28. Genauso wie die teure XTR Kassette.

    AntwortenLöschen
  2. Sorry, gerade noch mal die Teilekiste durchwühlt. Sind alles nur 8fach XT Kassetten.

    AntwortenLöschen
  3. Das Verkleinern der Kettenblätter und Ritzel hiess bei Suntour damals MicroDrive.
    Neben Gewichtsersparnis, höherer Bodenfreiheit und kürzerer Kette handelt man sich natürlich auch den höheren Verschleiß ein, den die kleineren Kettenblätter und Ritzel mit sich bringen.

    Aber das wäre mir egal und ein Preis den ich für eine kürzere, straffere kette gerne bezahle.

    cheers
    peppa

    AntwortenLöschen